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Lichtstrahlen beleuchtend Religion, Christenthum und Welt, aus Heinrich Zschokke's Werken
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frischung des einförmigen Lebensgemäldes; und ichweiß, es giebt auch recht artige Leidenschaften, dieich sonst liebte, und andere, die ich heut liebe.Kolvatur osicluvta krönte «eueetu«!

217.

An Denselben.

Aarau, den 16. Jan. 1326.

Ganz leise poche. ich bei Ihnen an die Thür,wie man da zu thun pflegt, wo man nicht rechtweiß, ob Jemand darin krank ist, oder gar für ei-nen nicht zu Hause seyn will. Hundert Fragenhat man auf der Zunge vorbereitet, aber man horchterst auf das „ Herein", ehe man den Fragen dasHinaus gestattet. Nun, sagen Sie doch nur: Herein!

Ich mag's nicht mehr ertragen; ich muß vonIhnen wieder Etwas hören oder lesen. Ich kann's nichtertragen, daß wir Beide noch unter dem Himmelsind und einander nicht von Zeit zu Zeit freundlichzunicken. Sind wir einmal im Himmel, über Zeitund Raum, trennt uns gewiß dort kein Jahr undkein kothiger Weg von Konstanz bis Aarau. IhrBild hangt über meinem Schreibpult, bei dem vonOrell und Schlichtegroll; ich bin in Gedanken vielbei Ihnen, wenn Sie nur Etwas davon empfanden!Sie sind oft der Gegenstand freundlichen Geschwäz-zes zwischen mir und meiner Frau; Sie sind undbleiben uns lieb und Alles, was Sie stets uns wa-ren, denn wir sind unverwandelbar; nur die vor-überwandelnde Zeit setzt uns Etwas von ihrem Staubauswärts an, oder wirft uns Schnee in's Haar.Bei uns ist stilles, liebliches, freundliches Wesen imHause; mag's draußen auch tosen.

— Ich bin, daß sich Gott erbarme?

bald 54 Jahr alt und weiß so wenig, wie ich