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Lichtstrahlen beleuchtend Religion, Christenthum und Welt, aus Heinrich Zschokke's Werken
Entstehung
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Philosophie, doch nichts blos Theologisches oderbloße Schulgelehrtheit sey.

Meine Frau ist voll der innigsten Theilnahmean Ihrem Schicksal, welches ich weit entfernt bin,ein unglückliches zu heißen. Denn das Unglück giebtder Mensch hinzu; das Gute aber Gott.

S16.

An Denselben.

Aarau, den 19. Dec. 1822.

Sie haben ganz Recht, die Menschen habensich seit tausend und zweitausend Jahren um keinHaar gebessert; aber die Menschheit hat sich dochdarin gebessert, daß die Thraker, Skythen, die inThule und alle hyperboräische Lande menschlicher ge-worden sind; daß nicht Athen, Korinth, Massilia,Rom, die einzigen Lichtpuncte in der düstern Welt-karte sind, wo unsereins ehemals hätte leben mögen,sondern daß auch in Edinburg, Abo, Petersburg,Konstanz (wo damals Jttner lebte) und Aarau, Phi-ladelphia, Kalkutta, Sidney u. s. w. das heiligeFeuer der Wissenschaft, Kunst und Gesittung thatiggenährt wird; daß statt der einzelnen Sokraten,Platonen, Phokionen, Catonen und anderer Onen,heute Tausende und Tausende im Genuß eines edlernSeyns unter'm Himmel wandern, von denen ich alsBeispiel nur die Jttner und Zschokke auch nennen will,und daß endlich mildere Lebensformen heute allge-mein geworden sind, welche, wo nicht Stellvertreterder öffentlichen Tugend, doch Surrogate derselbenfür Den seyn können, dem es wohl thut, wenig-stens nicht bei jedem Schritte gegen einen ungeschlach-ten Menschenfresser, Lästrigoncu und Patagonen an-zurennen. Also nicht geklagt, mein Theurer, überdie heutige Welt! Leidenschaften gehören zur Auf-