das einem viel ersetzt, was man entbehren muß,und im aufblühenden Kinde alle Schweizern derHoffnung, die ein zartfühlendes Herz beglücken kann.Fordern Sie nicht noch mehr; aber erwarten Siestill das Bessere. Das Beste haben Sie nur innerIhren vier Pfählen, bei lieb Weib und Kind, beiden Geistern des Alterthums und den fröhlichenSpielen der Muse. Das tragisch-komische Welt-schauspiel des Tages, von Prälaten, Magnaten,Potentaten, Demokraten, Hanswurst, Tod und Teufel,ist unentgeltliche Zulage zur BermannichfaltigungIhres Hausglücks, Lazzaroni-Farce auf der Gasse,wenn Sie aus langer Weile zum Fenster hinaussehen.
Und so hab' auch ich's; und darum bin auchich ungetrübt glücklich. Der große, ruhige Gangder heiligen Weltordnring Gottes macht mich oftbis zu Thränen' ernst, doch sind es Thränen ernsterRührung; aber die tollen Sprünge unserer leiden-schaftlichen, unwissenden, blinden Weltdirectoren ver-fehlen ihres besten Zweckes nicht: sie reizen michunwiderstehlich zum Lachen.
Z08.
(An Joseph von Jttner, welcher Großherzogl.Baden'scher Staatsrath, Gesandter bei der Eidge-nossenschaft, Curator der Freiburger Universität undZschokke's vieljähriger vertrauter Freund war. DerBriefwechsel beider trefflicher Manner geht von 1808bis zu Jttner's Todesjahre 1825.)
Aarau, den 2V. Jul. 1809.
inonipnlo i'olnis in -NiluisKerviuo ineiUein.
Das war nun nach so manchem angenehmenauch einmal ein trauriger, oder vielmehr ein schreck-licher Brief, mein theurer, lieber Freund! — Aber