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Lichtstrahlen beleuchtend Religion, Christenthum und Welt, aus Heinrich Zschokke's Werken
Entstehung
Seite
95
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bei dem Allen thut mir's in der Seele wohl, Sieso männlich stark die Hand des Schicksals tragenzu sehen. Sie sind mir dadurch noch unendlich theu-rer geworden — denn nun haben Sie mir die KraftIhrer Lebensphilosophie und Ihre Herrschaft übersich selbst auf eine so schöne Art beurkundet, daßich Sie als den ächten Weisen verehren muß. Siehaben viel verloren. Ich fühle das, wenn ich andie Möglichkeit des Todes eines meiner theuern Kin-der denke. Sa' sind der christliche Ali. Ich zwei-fle nicht daran, daß ich Ihnen an Seelenstärkenicht nachgebe. Vertraut mit den Vergänglichkeitendes Lebens, ist unser einziger Stolz, daß unser Ichnur sich selbst getreu bleibt; unsere Beruhigung, daßwir einer der edelsten Bestandtheile des unendlichenWeltalls sind, daß unvergänglich, wie das Univer-sum, unsere Seele darin wohnt, und die Metamor-phosen im Tode nur Mysterien der Natur sind, diewir entschleiert finden, wenn wir sie erfahren haben.— So sehe ich die Pflanzen welken, verlassen vonihrer Psyche, dem wundersamen Lebenstriebe, welcherden Staub organisch macht; aber der Staub wirdStaub, allmächtig dauert der Lebenstrieb fort undentwickelt sich in neuen Formen. Das Universumist kein Uhrwerk von bewußtlosen, mechanischen undchemischen Kräften: ein moralischer Weltgeist, Gxox,Allah, Gott, lebt und webt wunderbar-herrlichdurch das Ganze, und wir gehören ihm zu, ewig,wie er selbst.

209.

An Denselben.

Aarau, den 19. April 1811.

Der Schmerz des greisen Fr...

über den Verlust seiner Tochter mag allerdings ge-