201.
Die Zukunft steht im treuen Bunde mit derVergangenheit: wem die Vergangenheit im Rückennachschielt, dem droht die Zukunft in's Gesicht ent-gegen.
202.
Der Marmelstein des Palastes färbt so wenigEhre ab, als die salpeterzerfressene Mauer des Ker-kers Schande.
203.
Nur das Thier ist mit dem Genuß einer Ge-genwart abgefunden, ohne von Vergangenheit undZukunft zu wissen. Der geistige Mensch wohnt imUnendlichen, lebt daher im Gewesenen und Werden-den und hat keine wahre Gegenwart des Augenblicks.
204.
Kleinliche Privatschwachen, unbedeutende Ne-benrücksichten und armselige Vorurtheile Derer, dieüber Völkerschicksalc verhandeln, entscheiden gar ge-wöhnlich west mehr zum Unheil und Verderben, alsdie Hauptsache, um die es zu thun ist.
205.
Was man erfahren hat, das hat man gelernt.
206.
Der höchste Stolz des Mannes bleibt, demwiderwärtigen Glücke nicht zu weichen und die Machtder Umstände nirgends zu fürchten.