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Lichtstrahlen beleuchtend Religion, Christenthum und Welt, aus Heinrich Zschokke's Werken
Entstehung
Seite
91
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— öl —

dar leiden, weinen, bluten, weil er dach immerdarverlieren oder Verlust fürchten muß?

196.

Es ist Niemand stark, als wer sein eigenerHerr ist. Wer Andern gern gebietet, vergißt dar-über, sein eigener Gebieter zu bleiben.

197.

In der Seelenliebe ist kein Neid, kein Zorn,keine Eisersucht, keine Furcht, sondern Sehnsucht,sich zu heiligen und ewig anzugehören der Vollkom-menheit des Vollkommenem.

198.

Das im Ewigen Gewonnene ist eigentlich niezu verlieren. Nur das Vergängliche, Sinnliche, istvergänglich und endlich. Gott ist das Eine, dasBleibende.

199.

Es ist gar nichts Ungewöhnliches, daß Men-schen, wahrend einer Krankheit, ihre Gemüths- undDenkart ganz andern und sie unwillkürlich mit derRückkunft der Gesundheit wieder in alter Starkeäußern, als lägen ihre Tugenden und Fehler mehrim Fleische, denn im Geiste.

LOS.

Wir treten durch einerlei Thor in die Weltherein und hinaus. Gott hat das Recht der Erst-geburt nicht erfunden, und Brüder können nichtBrüder leibeigen kaufen und haben. Unnatur undUnrecht vertilgen, das ist Natur und das ist Recht.