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Lichtstrahlen beleuchtend Religion, Christenthum und Welt, aus Heinrich Zschokke's Werken
Entstehung
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ziehen lind einen neuen Himmel und eine neue Erdebilden.

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Der Weltmeise beurtheilt im Volke die Mensch-heit, inwiefern sie mehr oder minder veredelt er-scheint; er kennt das Ziel, dem nachgeeilt werdenmuß, und untersucht die gegebenen Bedingungen desVolks, unter welchen es sich dem Ziele nähern könne.

Für ihn ist diejenige Nation Ruhmes werth,welche, geachtet von Nachbarn, unabhängig, frei,durch innere Verfassung jedem Bürger die meistenGelegenheiten zur Vergrößerung des Wohlstandes, derGeistesbildung und Sittlichkeit gewährt. Für ihn ist,auch ohne Thatengeräusch, jenes Volk auf den hö-hern Stufen der Vollkommenheit, welches mit wach-sendem Wohlstande fortschreitende Cultur und Sit-teneinfalt verknüpft.

Kriegerische Tapferkeit und Größe, ohneRechtlichkeit und Großmuth, verdienen inEuropa keinen Lorbeer mehr, da auch die barbari-schen Horden Indiens sich solcher Tugend rühmenkönnen. Luxus und Reichthum ohne Sitten-einfalt adeln kein Volk, weil sonst jeder reicheWollüstling öffentlichen Lobes werth seyn müßte.Einfalt der Sitten, liebenswürdig an sich, istbei Barbaren ohne Verdienst, nur Kind der Noth;wohl aber gebührt ihr die Palme bei gebildeten, ingeselligem Zusammenhange wohnenden Menschen undim Schooße des Ueberflusses.

5.

Werkheiligkeit ist keine Frömmigkeit; und Ar-muth seltener die Mutter der Tugend, als schädli-cher Entwürfe, neidischer Empfindungen und der Be-