qjcr, in groben Ausschweifungen Entschädigung zusuchen.
Nicht mit trocknen Lehren wird Unsittlichkeitzerstört, sondern daß man dem Uebel die Wurzelnehme.
7.
Niemand, der seiner Meinungen willen dul-det, glaubt Verbrecher zu seyn. Denn so lange erfür dieselben duldet, halt er sie noch für Wahr-heiten und jeder Ausopferung würdig. In seinenAugen ist Derjenige der Verbrecher, welcher ihn lei-den läßt; der Duldende ist Märtyrer.
Alle Strafen der Welt können keine Ueber-zeugungen ändern. Der Arm des weltlichenRichters reicht nicht hinüber in das Gebiet des Ge-wissens; dahin erstreckt sich nur Lehre des Bessern.
8.
Zuweilen ist nichts so fähig, die Schwärmereiin ihren Wirkungen zu entkräften, als Anwendungdes Lächerlichen.
V.
Mit geringen Mitteln aus eigner Kraft dasGrößte leisten; Ruhm und Reichthum, und was dergemeine Haufen der Sterblichen preiset, verachten;sich selbst vergessen, um der Menschheit eine Wohl-that zu bringen; freudig jede Entbehrung und Mühedes Lebens übernehmen, um segensvvll auf Völkerund Jahrhunderte zu wirken; dafür täglich den Todsehen und ihn nicht scheuen; ohne einen Gedankenan Vergeltung, an Nachruhm, sich seiner Ueberzeu-