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Lichtstrahlen beleuchtend Religion, Christenthum und Welt, aus Heinrich Zschokke's Werken
Entstehung
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die Grausamkeit springt; wenn im Taumel der Hoff-nung und Furcht das Nützliche mit dem Gerechten,die Ursache mit den Folgen, das Wesentliche mitdem Zufälligen in gleichem Werth und Preise lau-fen; wenn der rauschende Strom der Ereignisse alleGrundsätze hinwegsiuthet; die Klugheit verzweifelndnach dem Moment hascht, der schon nicht mehr ist,und die Weisheit an sich selbst irre wird; wenn imWirbel entgegengesetzter Schicksale Eigenthum, per-sönliche Freiheit, Leben und Ehre Stütze und Schirmverlieren; wenn so jeder einzelne Mensch, so einganzes Volk Schwerpunct und Gleichgewicht ein-büßt, aus dem Gewöhnlichen hinweggeschleudert, im-mer mit Uebertreibung sieht, urtheilt, handelt; mitEinem Worte: in einer Revolution da giltanderes Maaß und anderes Gewicht zur Würdigunghandelnder Personen. Der Mann in der Ruhe, derMann in verzweifelnder Rastlosigkeit, oder derMann in friedlichen, gleichlaufenden Verhältnissen,und der Mann im Gewühle vorüberstürzender Er-eignisse, wird-zu einem andern. Persönliches In-teresse und das Heiligthum unbesiegbarer Wahrhei-ten reißen ihn gleich stark empor; er nimmt an demUmstürze der Dinge Theil, er schlafe oder wache;alle Welt ist durch die Erschütterung aus dem Ge-leise gehoben; Jeder eilt oder irrt in neuen Bah-nen; große Leidenschaften reizen großen Widerstandund Alles treibt dem Aeußersten zu.

Nachdem das betäubende Gewitter vorüberge-zogen ist und wir auf das Ueberlebte zurückschauen,so erstaunen wir vor Verwandlungen, die zum Theilunser Werk sind, und können kaum begreifen, daßAlles möglich gewesen sey; so wenig, wie ehe-mals, daß es möglich seyn würde. > Mancher,der bei mildem Temperament und zartem moralischen