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Lichtstrahlen beleuchtend Religion, Christenthum und Welt, aus Heinrich Zschokke's Werken
Entstehung
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Bewunderung den Thatengang Napoleon's, des größ-ten Feldherrn und Staatsmannes der Zeit; aber inden Triumphzügen desselben nicht das, was der Heldsah, sondern nur erweiterte Pflanzungen dessen, wasgöttlich ist, über dem Schütte zusammengestürzteralter Götzentempel. Der Kriegsmann führte bloßden eisernen Pflug; aber die Hand der Vorsehungstreute ihre Saat in das aufgerissene Erdreich.Und wenn den Beobachter ein Grausen ergriff bei'mAnblicke des wachsenden Weltreichs unter eisernemZepter, trösteten ihn vergangene sechs Jahrtausende,in denen kein Weltreich lange, aber das göttlicheReich des Wahren, Guten und Schönen ewig, undimmerdar glänzender, bestand. Ist die Sonne ein-mal aufgegangen, wird es nicht Nacht, sondern Tag;und die Wolke, welche am Himmel spielt, löscht des-sen ewige Leuchte nicht aus.

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Der Blick in die Wildheit der Staatsumwal-zung erregt in mir die Empfindung, welche michbei dex Geschichte der Völkerwanderungen, oder derReformation und ihrer Religionskriege ängstigt, Dieconvulsivische Menschheit ist sich nicht selbstgleich; ich sehe Weisheit rasen und Tugend fehlenund darf nicht wagen, sie zu verdammen.

Wenn jene alten, heiligen Bande gesprengtsind, welche sonst die Gesellschaft der Menschheit zu-sammenzogen; wenn nur kaum die Verknüpfung un-ter Eltern und Kindern, Brüdern und Gatten imSturm ausdauert; wenn die alten Gesetze verwischt,die neuen kaum geschrieben sind; alle Leidenschaftengegeneinander im Harnisch stehen; die Begriffe sichverwirren; Entzücken und Argwohn jeder öffentlichenThat nachschreien; aus dem Schooße der Feigheit