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Beigabe zu den geschichtlichen Nachrichten von dem reichsritterlichen Geschlechte Eberstein vom Eberstein auf der Rhön
Entstehung
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Schreiben des Louis Ferdinand Frhrn, von Gberstein an Se, Excellenz den Minister-präsidenten Herrn Grafen von Bismarck-Schönhausen vom x Nov. >866,

Hochgebietender Herr Geheimer Staats-Minister undMinister - Präsident!

Durch die umgestaltenden glorwürdigen Ereignisse dieses Sonnners ist auchden ehemals zu dem fränkischen reichsritterschaftlichen Gebiete HTantonRhön-Werra:) gehörig gewesenen Stamm-Besitzungen meiner Familie das von derBevölkerung derselben sicherlich mit innerem Dank anerkannte Glück zu Theilgeworden.- hinfort unter dem Scepter der Hohenzollern, diesem Symbole undIdeale staatlicher Entwickelung, seine Lebensadern von dem Herzen des preußischenVolkes aus niit der in volkswirthschaftlichem und intellectuellem Sinne erfrischen-den Lebensnahrung durchströmen zu lassen und unter der in Einsicht und Araftbewährten Leitung von dem erleuchteten Gehirne preußischer Staatsmänner ausdie eigenen, trotz aller früheren unglückseligen Zersplitterung nicht verkommenen,zum Theil allerdings noch ursprünglichen, naturwüchsigen religiösen und politischenZustände zu entsprechender Entfaltung zu bringen.

Obgleich nun die vormalige Herrschaft Eberstein, welche den bisherigenbayerischen Gerichtsbezirk Gersfeld nebst Hilders ungefähr umfaßte, wederals solche, noch auch Güter in derselben, sich gegenwärtig in den Händen meinerFamilie befinden: so werden Ew. Excellenz gewiß mir das Interesse nicht ver-argen, welches ich wie alle lebenden Mitglieder meines Geschlechts noch an demSchicksale der Scholle nehmen, auf welcher ihre Vorfahren nach und durch Etab-lirung der fränkischen Herrschaft der ersten, in ihrer Mission als Verbreiter ächtgermanischer Tultur den Hohenzollern zu vergleichenden Aarolinger zuerst seßhaftgeworden und in der Nachbarschaft des damaligen geistigen Tenwalpunktes, derAbtei Fulda, durch die folgenden Jahrhunderte hindurch hu. A. verwandt mitdem Geschlechte Ulrichs v. Hütten^) thätigen Antheil genommen an den Be-strebungen jener Zeit der Gährung und unklaren Gestaltung deutscher Verhält-nisse. Um so mehr aber muß unseren bewahrten Familiensinn eine erhebendeFreude durchziehen bei dem Erleben des Zuwachsens jenes an der Scheide zwischenSüd- und Nord-Deutschland gelegenen Landestheils zu dem alle Bedingungenkräftigen Gedeihens in sich vereinigenden gegenüber dem früher immer nurnominellen ein wahres deutsches Reich schaffenden Staate, welchem meineFamilie seit nun anderthalb Jahrhunderten ihre mit Herz und Sinn ergebenenDienste gewidmet hat.

Aus diesem Gesichtspunkte wollen Ew. Excellenz die folgende gehorsamsteBitte zu betrachten die lvohlgewogenheit haben, welche ich privativer Meise anden Hochgeborenen HerrnGrafen von Bismarck" zum Zweck der Ueber-mittlung anSe. Excellenz den Herrn Minister-Präsidenten" zu richten wage.

Da die Stammburg meiner Familie, der unweit Hilders auf der Spitze einesmit Buchenhochwald bedeckten Basaltkegels gelegeneEber st ein" schon imI. P32 durch einen Vertrag bis auf geringe Rudera geschleift worden, so daßvon einerBurg" Eberstein von jener Zeit an nicht mehr die Rede sein konnte:so hat dieser Umstand in Verbindung mit einem Nichtverständniß der dortigen