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Buch 2, Theil 2 (1738)
Seite
1415
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Von der AdeliclM Familie von Pappmheim..15

z.) Was nun die Thüringische Pappenheimtsche Familie, so dasWappen mit ?wey )Faben im weissen Felde führet, (5) anbetrifft, so hal-ten die meiste (s) dafür, dieses sey das älteste und erste PappenheimischeWappen, davon die Erb-Marschallen, wegen ihres obhabenden Amts,abgegangen, (i) sich des jetzt führenden (K) von Kayferl. Btajestät gebenlasten, worauszu muthmassen, weilen Chur-Sachsen, wegen der darinnen

(Thür.Chron.//.THeil. Sss sss ss füh-

ein Städtgen zwischen Augspurg und Laugingen gehörte auch diesem Herrn von Pap-penheim. Siehe 9.217. dahero rühret des Herrn

^uckoi-is Vorbringen. Woher aber ist die Verknüpffung dieser Linie mit seiner Fa-milie zu UeduAren? Dadurch wird aber kein Beweiß beygebracht, wofern sich auchdieses Vorgeben also in der That verhielte, daß die Adeliche, oder des Herrn /tucko-ris Familie mit der Graflich Pappenheimischen einerlei) Ursprungs sei).

(t) In dem HelmerislHen XVappen-Buche findet man, im ersten Theile, 9^.149°unter der Thüringischen Xoblclle ihren Wappen, ein Pappenheimisches, wo man imweissen Felde einen gecremten Raben, und auf dem gecrönten Helme einen gleichmä-ßigen Naben bei) einer weissen mit Pfauen-Federn gezierten Säule stehend flehet. Obdes Hernn gusioiis OeUuekioniz sein Wappen mit diesem übercin kommt, weiß ichnicht. In des Herrn findet

managt). XVI. Xum.211. 9.190. ein LichllnmPappenheim, de an.izüZ.in Kupffer gestochen, auf welchem ein Brust-Bild einer gecrönten Jungfer, diekeinen Arm, von hinten aber einen Anhang als eines in die Lusst geschlagenen Kleideshat, in einem gegitterten Felde zu sehen. UaA. 209. stehet ein Diplama, welches sichalso anfangt: Ich Friedreich der Marfchalch von Pappenheim, ich Kathrep sein Haws-vrow :c. gegeben zu L.Pölten, nach Christus Geburt, iz68.

(Z) Wann doch die meiste, wer sie wären, mit Namen genennet worden wären.(U) Da fehlet der Beweiß.

(i) Ich könnte die Ursach nicht errathen, warum die Erb-Marschalle und Grafen vonPappenheim dieses sollten gethan haben. Sie werden sich ja ihres alten Wappensnicht geschämet haben. Das Königl. Hauß Preussen führet das Grass Hohen ?lol-lerische, als ihr altes Stamm-und Geschlechts-Wappen noch heutiges Tages, midschämet sich dessen gar nicht, wie ich noch weiter sehr viele dergleichen Exempel bey-bringen könnte: Wie sollte sich dann das Grass Hauß Pappenheim ihres alten Stamm-und Geschlechts-Wappen geschämet, die zwei) schwache Raben aus dem weissen Feldeheraus gejaget, und bei) dem Kayser um ein neues, nach Meinung des^mhvi-is, an-gehalten haben? Es ist dieses gar nicht K 90(1905 geredet.

(!c) Was das Grass Hauß von Pappenheim vor ein Wappen führet, auchvor alten Zei-ten geführet hat, solches ist überall bekannt.