i 4OO III. Absatz. V111. Klasse VIII. Kapitel.
Diensten an die Fürst!. Cammer zu Weymar, welche solche zu dem AmteWeymax geschlagen. läem poZ.22l. Um diese Zeit waren zwischen demFürstlichen Hause Weymar und Hertzog Johann CIllmiro zu Sachsen Co-burg ein und anderer MiffVeMudnisse halber offenbare Irrungen ent-standen, welche beyseit zu legen eine Freund Vetterliche confeeelu? von bei-den Fürstlichen Theilen beliebet wurde, traten dannenhero den -o. vec.^ is98 .zu Erffurt,als in locv rerrio 12. vepunrte, unter welchen unser Cantz-lar sich hauptsächlich mit befunden,- einmüthig zusammen, verabredeten nachbeschehener Erörterung derer strittigen ?nMen ein sicheres LompromN^wiedie Diemen aus dem Grunde zu heben, worinnen dieselben dann so glück-lich gewesen, daß die Fürstl.m meinen in hoher Person in Suhla nach-her» sothane Verabredung vollkommen nchveobiret, eigenhändig vollzogen,und das gute Vernehmen wiederum hergestellt: illem ^.22^. Ob nunwohl unser Gerstenberg dergleichen und viele andere ansehnliche Verrich-tungen auf seiner gnädigsten Herrschafft Befehl übernommen und nachWunsch und derosel'oen gnädigsten Wohlgefallen, in und allezeit ausgefüh-ret: So gefiel es doch der gbttl.Maj.den preißwürdigsten Fürsten Frie-drich Willhelm denen glückseeligen Unterthanen, wie denen treuesten Die-nern zu entziehen und in die Ewigkeit zu versetzen,Jvelcher, als er das letz-te Ende nahe zu seyn vermercket, gar wenige stunden vor seinem be-trübten Abscheiden die Fürstliche Familie zu sich beruhen, und vermahnetsie zu der Gottesfurcht und allen Fürstlichen Tugenden Hertztringend. Beydiejer wehmüthigen Unterredung bediente er sich unter andern gegen demErb -Prinyen und Nachfolger Johann Philipp folgender nachdenklichenWorte: Hanns; Lipo, bis fromm und ftudirefleißig,so wirft du mit derZeit einen Regenten abgeben , der Fand und Leuten mme feyi; wird,und habe den SchwarnDopff'in acht, (vermeinte den Cantzlar Gerften-berg, der eben hinter ihm stund) er hat mehr bey mir gerhan, als ich undihr demselben vergelte,; könnet. Worauf er sich dann zum Cantzlar wen-dete und ihn vernehmlich anredete: Thut bey meiner. Rindern, was ihrbey mir gethan, und ich um euch wohl verdienet habe. Da dann derCantzlar mit viel Thränen sich vernehmen lassen: Gnadiger Herr, ich wilisthun. Womit er dem Hertzoge und gesamten Printzen zu mehrerer Be-kräftigung die Hand gereichet , und diesem letzten Willen nachzuleben gelo-bet hat. (f Zl vi.
ft) Hiervon thun auch Meldung Johann Hübner der Politischen Historie,
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