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Geschichte der Freien Reichsherrschaft Schauen, eines der allerkleinsten Gebiete im alten deutschen Reich ; nebst fast ausschließlich archivalischen Quellen
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Die Fehden um die Schutzherrschaft über Schauen rc>

anzunehmen, daß mit dem schnell wachsenden Besitz in Schauenauch der Haupthof in seiner äußeren Gestalt sich immer mehr ver-größerte und daß die Mönche in ihren weißen Kutten mitschwarzem Scapulier und rothen Schuhen (dies war ihre ältereOrdenstracht) fleißig Hammer und Kelle, Beil und Säge nebendem Pflug und Spaten werden in die Hand genommen haben.

§ 4.

Die Fehden mn die Schutzherrschaft überSchauen im 14. Jahrhundert.

Das Mittelalter war eine Zeit vieler Streitigkeiten. Größereund kleinere Fehden innerhalb eines sehr beschränkten Gebietsgehörten so zu sagen zur Tagesordnung. Es erklärt sich dieseSachlage aus den ungenügenden Schranken, die der Willkür derMächtigeren jener Zeit gezogen waren, und andrerseits aus derdadurch hervorgegangenen Rechtsunsicherheit.

Auch unser Dorf hat unter diesen Mißständen bisins späte Mittelalter hinein schwer zu leiden gehabt.

Schon zu Anfang des 13, Jahrhunderts drohte der Ruhe desOrtes Gefahr infolge eines Zwiespalts, der seit einem Verkauf von3 Hufen in Schauen, die Herwicus von Schauen an Walkenriedverkauft hatte, zwischen dem Grafen Heinrich von Regensteinund dem Kloster entstanden war. Ersterer glaubte durch diesenVerkauf sein Recht als Schutzvogt von Schauen beeinträchtigt.Er hatte in Folge dessen Klage gegen das Kloster geführt und dasEigenthum an den betreffenden Grundstücken für sich in Anspruchgenommen. Ehe jedoch der Streit weiter entbrannte und zuThätlichkeiten führte, wurde der Graf von einer schweren Trübsalheimgesucht. Es starb ihm sein jüngerer Sohn Heinrich. Als dieserim Kloster Michaelstein 1219 begraben wurde, war auch der AbtFriedrich von Walkenried zugegen. Hier kam es durch Vermittlungdes Bruders des Grafen, Graf Siegfrieds von Blankenburg, unterZustimmung der andern Söhne des Grasen Heinrich zu einemfriedlichen Ausgleich, indem der Graf zum Besten des Seelenheils