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Die politischen Parteien der Rheinprovinz : in ihrem Verhältniß zur preußischen Verfassung
Entstehung
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Auseinandersetzung mit dem UltramoutanismuS gleich auf der Stelleempfinden müssen. Es zeigte sich zunächst ans dem Landtage, womehrmals die Constitntioncllen für sich allein nicht im Stande waren,die gesetzlichen zwei Drittel der Stimmen zu vereinen, so sicher ihnenauch immer die absolute Mehrheit verblieb. Eine zweite Probelieferten die Wahlen zu den Gemeinderäthen, wo sie ihr durchgängigesUebergcwicht in vielen Fällen nnr den Vorzügen verdankten, mitwelchen die Wahlordnung von vorn herein den großen Besitz aus-gestattet hatte. Die innere Verschmelzung feudaler und ultramontanerTendenzen trat auch in dieser Anwendung deutlich zu Tage. Inder Ständevcrsammlung war es die aristokratische, in den Gcmcinde-räthen die kirchliche Seite, die man der Bourgeoisie cntgcgenkehrtc.In der That steht letztere in beiden Beziehungen dem Ultramon-taniSmus im Wege: sie ist durch die heutige Entwicklung vonCultur und Besitz sein natürlicher Gegner aus Schritt und Trittgeworden.

Der große Geldbesitz zunächst schließt sich unmittelbar an dieAristokratie an, und, will man genauer reden, er ist die heutigenTages allein reale Aristokratie. Zwischen ihm und der Feudal-partei ist also jedes freundliche Auskommen undenkbar. Denn dieeine will dein andern jene aristokratische Geltung eben verweigern,sie will nicht einräumen, daß der Begriff der Aristokratie sich insolcher Weise verwandelt habe, sie sucht den Adel des alten Fußesum jeden Preis zu behaupten. Dabei hat sie weder materiellenoch geistige Mittel, ans den Gegner selbst einzuwirken: sie kannihn nnr beschränken, verdrängen, unterwerfen, und in diesem Sinnehat sie ans dem Landtag, in den Debatten z. B. über das Wahl-gesetz, gewirkt.

Die mittlere, und kleine Bourgeoisie dagegen hängt durch un-merkbare Zwischenstufen mit dem Gcwcrkc und der arbeitenden Classezusammen und geht darin über. Sie ist also auch den Einflüssenzugänglich, welche ans die untersten Volksklassen mächtig zu wirkenpflegen, und unter diesen befindet sich an erster Stelle die kirchlicheAgitation. Der große Besitz, überall der neueren Bildung geöffnetund diese tragend, ist unabhängig davon und strebt ihr seinemWesen nach entgegen: während er nach der Natur der Sacbe un-aufhörlich auf die untern Schichten der Bevölkerung mächtig ein-wirkt, geräth er auch hier mit der ultramontancn Bewegung in