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Regierungspolitik gebildet hatte', jetzt von kirchlicher Seite her denMittelpunkt für alle Oppositionen abgeben konnten.
Denke man nun über die Agitatoren jener Jahre, wie manwolle, man hüte sich aber, der Masse der Gelenkten gerade dieseJnconseguenz mit Verachtung vorzurücken. Wer sich erinnert, wiedie Nheinlandc viele Jahrhunderte hindurch zu politischer Versum-pfung verurthcilt waren, wird die Regsamkeit allein, die seit 1813hier sichtbar geworden ist, selbst ohne Rücksicht ans ihren Inhaltals ein Zeichen der höchsten Lebensfähigkeit bewundern müssen. Undden Inhalt wird man trotz der Unklarheit und Folgewidrigkcit derDoctrinen achten können, wenn man auf seine sittliche letzte Quellezurückgeht. Derselbe Drang, der 1808 in Preußen durch Belebungder Volkskraft zur Herstellung der nationalen Größe gelangte, wares auch hier, der all jenem provinziellen, aristokratischen und reli-giösen Mißvergnügen erst Nachdruck und Lebenskraft verlieh.
Um so größer ist nun der Gewinn zu erachten, wenn solcheTrübungen aus dem Wege geräumt werden, wenn eine Verbindung,die nur auf 'augenblicklicher Convcnienz oder gemeinsamer Vernei-nung beruht, sich auflöst, wenn jede Partei, ihrer Natur bewußt,sich auf ihre eignen Mittel einzuschränken beschließt, DieS aber istdas Ergebniß, welches den achten rheinischen Landtag unsrer Ansichtnach zu dem wichtigsten aller bisher gehaltenen macht. Schon früherhatte cS, wie man sich denken kann, nicht au einzelneil Reibungenzwischen beiden Oppositionen gefehlt, die aber stets nur untergeord-nete Punkte betrafen und bei wichtigern Fragen ein rasches Endeerreichten. Daß der einzige Redner von Bedeutung, den die feudalePartei aufzustellen hatte, sich auf dem vorletzten Landtage gegendie Prcßfreihcit erklärte, trat in Schatten gegen die Unterstützung,die er den Liberalen in Sachen des StrafgesetzcntwurfeS zukommenließ; Differenzen bei festeren und praktischeren Fragen, z. B. derAblösung deS JagdrcchtS, gaben dann wenig Anlaß, auf die letztenGrundsätze zurückzugehn, im Ganzen kamen beide Parteien immernoch leidlich mit einander auS; anders aber bei der letzten Ver-sammlung, Von Anfang air setzten sich die beiden Gruppen sehrbestimmt einander entgegen. Man sah auf der Stelle, daß dieFeudalpartei die Majorität im zweiten, einzelne Anhänger in demvierteil, und fast gar keine Genossen im Staude der Städte besaß,und sehr früh kündigte sich auch der Gegenstand an, bei dessen