Der Briefwechsel zwischen dem großen Churflirsten von Brandenburg :c, 91
Welches auch die einige Vrsachc ist, warumb Wir das-selbe gern vor Vnß reserviren vndt beybehalten wollen.
Sölten aber Ew. Lbden ie vermeinen, daß Sie es also nichtvergessen käuten, So seindt Wir dennoch der festen vndt vngc-zwcifelten Zuversicht zu Ihr vndt Ihrem gesambtem Hause, Siewerden es Vnß gegen ein ander aspuivalontguth oderein billiges stück geldt hiernegst woll zukommen lassen.
Wir haben zwar diese Vnsre Meinung an Ew. Ldcn Gesandtenzu Osnabrück bringen lassen. Weil wir aber darauf noch zur zeitkeine richtige vndt gewierige antwort erhalten können, sondern allesaufs vngewisse gewisen ist, haben Wir nöthig erachtet,Ew. Lbden deßhalb selbst zu ersuchen, von dero WirVnß frcundt- vetter- vndt Brüderlicher guter rosa-lution hierinnen gewiß versehen vndt Jhro hiuwiederumbzu allen angenehmen vndt freundt- vetter- vndt BrüderlichenDiensten erbötig verbleiben, Gegeben in Vnser Hssiäönt^ Etsrvo,den 25 Nnrkii ^.uno 1948.
Von Gottes Gnaden Friedrich Wilhelm Marggraff zu Branden-burg. deß heiligen Römisschcn Reichs Erztz Cämmcrer vndt Chur-fürst, in Preussen, zu Gülich, Clewe, Berge, Stettin, Pommern p.Hertzoge p.
Ew. Lbden dienstwilliger Vetter vndt Bruder
Friedrich Wilhelm, Churfürst.
Die letzten beiden Zeilen sind eigenhändige Schriftzüge desChursürsten.
Auf diesen Brief antwortete der Herzog Christian Ludwigunterm 1 April 1648 in einem gleichfalls in Originalschrift er-haltenen Schreiben Folgendes:
„Vnser freundlich Dienst und was wir mehr liebes undgutes vermuegen zuvor. Durchlauchtiger Fürst, freundlicher lieberHerr Vetter und Bruder, Ew. Lbden schreiben sub äato Cleweden 25 Nartii ist Vns den 28 chusäsin allhie abgeben.
Wie wir nun ablehsendt daraus verstanden, das dieselbigean dem Vorwerke Schawen die Landesfürstliche Hoheit undan dem Hauß vnd Schlos Westerburg die LehensgerechtigkeitJhro vorbehalten wollen, Vber das freundlich an Vns begehren,