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Geschichte der Freien Reichsherrschaft Schauen, eines der allerkleinsten Gebiete im alten deutschen Reich ; nebst fast ausschließlich archivalischen Quellen
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9V Der Briefwechsel zwischen dem großen Churfiirstcn von Brandenburg w.

Nachdem wir aber von Osnabrück auß so viel Nachrichterlangen, daß die Kayscrliche Gesandten sollen gcmeinct vndt ent-schlossen sein so baldt der punokrw Aravaiviunm st ^lunistias(daran vor izo fleissig gearbeitet wirdt) richtig, daß ganze in-strunnzutnin zzaois herauszugeben, Vndt Wir zuforderst gerne sehnmöchten, daß der xunotus Vnsres vndt andrer asguivaisntinmvorhero zn gäntzlichcr richtigkeit gebracht würde, damit solcher hcr-nachmalß in progwsssn nsAotii keinen anstoß geben. Sondern viel-mehr die so lang gewehrte kostbare trnotatsn desto ungehinderterzn einem schlcinigen glücklichen ende befordert werden möchten.

So haben Wir nicht vmbhin gekonnt Ew. Lbden hiedurchfr cnndt- vctter- vndt Brüderlich zu vcrstehn zu geben, daß Wirzu bezeigung theils vnsrer eyfrigen begierde zum frieden, theilsvnsrcr frcundtlichcn vnd vngefärbten atksotion gegen Ew. Lbdenvnd dcro gesambtes Fürstliches Hauß, endtlich moll zufriedensein, daß deroselben daß Kloster Walkenriedt vndt Vor-werks Schauen bencbenst denen Jhro zustehendenckuridus an dem Hause vndt Schloß Westerburg (dochdaß Vnß bey Schauen die Landeß Fürstliche Hoheitvndt an bemeldtcm Westerburg die Lehnßgcrechtigkeitreservirct werde) verbleiben möge.

So viel aber das Kloster Gröningcn betrifft, da wollenWir uns; zu Ew. Lbden freundt- vctter- vndt Brüderlich versehen,allermaßen Wir Sie auch darumb der zwischen Vnß sich enthal-tenden verträglichen freundschafft nach ersuchen, Sie werde keineclMoultät machen, daß vnß dasselbe verbleiben möge, Eß istkein stück von sonderer im^m-taut--, Ew. Lbden auch zu dero andernLandtcn vndt Residentz gar nicht, Vnß aber dahingegen zu derRcsidentz Brimingen woll vndt gleichstund vor der Thür gelegen,

9 Der Ausdruck „Vorwerk" ist nicht im heutigen Sinn zu versteh»,wo es das Zubehör ciues größer» Guts bedeuten würde; nach der Ausdrucks-wcise des Mittelalters wurde damit vielmehr „der Haupthof" bezeichnet,der auch altockinm, später Meierhof genannt wird.

Vergl. Lüntzel, die bäuerlichen Lasten des Fnrstenthums Hildesheim,S. 112.