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Geschichte der Freien Reichsherrschaft Schauen, eines der allerkleinsten Gebiete im alten deutschen Reich ; nebst fast ausschließlich archivalischen Quellen
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56 Der Streit der Grafen Stolberg mit der Stadt Osterwieck rc.

Als der Stolberger Vertreter nun hoffte, die Honsteinerwürden die Zurückgabe des Hofs veranlassen, nachdem seitens desGrafen dem richterlichen Urtheil Genüge geschchn war, verlangtendie Honsteiner wieder, aus der Schenke in den Hof zu gchn.Nach einer halben Stunde kehrten sie zurück mit der Erklärung:Das Geld sei zwar richtig, aber weil die Gulden die von Osterwieckhaben sollten, diese aber das Geld wegen der 395 doppeltenGulden (die wahrscheinlich einen zweifelhaften Curswerth hatten)picht annehmen wollten, trügen auch sie Bedenken, das Geld an-zunehmen und wollten darüber erst an den Grafen von Honsteinberichten.

Hierauf erklärte der stolbergsche Abgesandte, er habe wohlgemerkt, daß zwischen den Osterwieckern und Honsteincrn Meinungs-verschiedenheiten und Disputationen vorhanden seien, was aberden Grafen Stolberg nichts angehe. Er merke, daß denOsterwieckern das Scheiden vom Hofe wehe thue unddaß deshalb dem Kaiserlichen Kammergericht zum andernMal keine xaritiou geschehe und die Restitution des Hofeshingezogen werde, wogegen er Namens seines Herren protcstire.

Endlich fand aber dennoch nicht lange darauf die Uebergabcdes Hofes zu Schauen an die Stolberger statt. Am 31. August1590 meldet der Graf von Houstcin in einein Schreiben an denGrafen zu Stolbcrg, es solle nach Wiederzahlung der in beidenUrtheilen gemeldeten Schulden Schauen durch die Ostcrwiccker ge-räumt weiden, was auch in der That geschah.

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Der Streit der Grafen zu Stolberg mit derStadt Osterwieck um die Gerstenbergschen Güterund die damit Verbundeneil gegenseitigen Gewalt-thätigkeiten.

Kaum ein Jahr lang hatten die Grafen Schauen wieder inihren Besitz genommen, als auch schon ein neuer erbitterterStreit im Anzüge war, der die Ruhe Schavens auf einige Jahre