Einleitung»
Äie Heilkunde (^eclicina), die mit der Kultukdes Menschen hauptsächlich ihren scientifischen Anfangnimmt, hat seit den ältesten Zeiten einen hohenGrad von Ansehen und Würde behauptet. DieAcgyptier und Griechen ,. die beiden kultivirtestenVolker der Vorwelt, rechneten den Ursprung derMedicin von einigen eigends dazu bestimmten Göt-tern her, und sezten auch diejenigen aus ihrer Miite,die der Arzneien kundig waren, und auf eine gewisse> Art die Medicin ausübten, unter die Zahl der Halb-götter, der Heroen und der Wohlthäter des Men-schengeschlechts. Vornemlich ist bei diesen, und auchbei den meisten andern Völkern das Geschäft, Krankezu kuriren, in die Hände der Priester gerathen, alswelchen besonders die Medicin, nach ihrem Vorge-ben, von den Göttern anvertraut war. Bei diesengewann die Heilkunde nicht viel, Und cs blieb beiden alten, größtenthcils durch Zufall erworbenenKenntnißen, die sie weder mit neuen bereicherten,noch selbige auf irgend eine für die Kunst vortheil-hafte Weise verbesserten. Damals wußte man vonkeinem Unterschiede zwischen Medicin und Chirurgie,
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