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Herwarthisches
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ie Phantasie entführt im machen TraumWeithin den Geist auf unsichtbaren Schwingen,

Rings dehnt sich aus ein reich geschmückter Raum,Den Bilder seltsam, munderbar umringeu.

Hoch aufwärts steigen schlanker Säulen Reih'nIlnd wölben sich gekreuzt zu Riesenhallcn;

Durch farbenglühu'de Fenstcrbogen fallenGedämpften Lichts des Mondes Strahlen einUnd holde Dämm'rung waltet zauberhaft.

Trophäen sind der grauen Wände Zier,

Hellauf blitzt hier und dort der Waffen ScheinUnd leif' im Lufthauch seid'ne Fahnen wallen.

Da ragen Lanzen mit gewalt'gem Schaft,

Flamberg und Speer zur Feldfchlacht, zum Turnier,Streitaxt und Morgensterne dräuen hier.

Manch Panzerhemde beut der Kugel Trutz,

Daneben Harnisch, Helm und Schild zum Schutz;

Reliquien aus dem gelobten Land,

Schärp' und Panier, gewebt von schöner Hand,

Die lange schon in bleichen Staub zerfiel.

Vielleicht der Treue, der Erinn'rung Pfand,

Gewonnen einst im süßen Minnespiel;

Auf fammt'nen Kiffen ruhen Ketten schwer,

Mit Stern und Bändern, hehrer Siege Zeichen;

Ein schwarz und weißes Band liegt drüber herAm Kreuz oou Eisen, dem all' andre weichen.ZDen fernsten Tagen, wie der jüngsten ZeitIst der Trophäen reiche Zahl geweiht.

Und recht inmitten all der HeldenprachtErglänzt ein Schild mit weißem Silberfeld,

Darinnen links ein rother Kauz gestellt.

Der hält mit goldnen Waffen gute Wacht.

0 Die Familie zählt zwei Ritter des goldenen Vließes, einen Ritterdes schwarzen Adlerordens, zwei pour Io »Write, einen Koinmendator undsechs Ritter de» Johanniter-Ordens, einen Ritter des Maria-Theresien-Ordens:c.^ Deraldüche Bezeichnung für Schnabel und Fänge.