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über welche die junge Kaisergarde dcfilirtc. Aergerlich langewarten zu müssen, stellte ich mich auf die steinerne Treppe am Auf-gang zur Brühlschen Terrasse, als ganz unerwartet ein vorbei-marschirender junger Garde-Offizier mir zurief: Herr v. Herwarth,wie komme» Sie hierher?" Sogleich erkannte ich ihn als denSohn des Maire von Goch, van dem Bosch, und mar erfreutüber das unerwartete Zusammentreffen. Ihn neben seinen« Zugebegleitend, erkundigte er sich nach meiner Kasse, um, wenn ich eswünschte, ihr zu Hülfe zu kommen. Sie befand sich in traurigenVerhältnissen nnd so nahm ich sein Anerbieten, mir 150 Francsgeben zu wollen, dankbar an. Dieser Begegnung und diesemGelde habe ich mein Leben zu verdanken.
Nach der Schlacht bei Dresden besichtigte Napoleon dasRegiment, wir waren abgesessen, die Pferde am Zügel haltend.Als gons-^chjutant-lKo.joi', zu welcher Charge ich avancirt war,stand ich in der Intervalle, zunächst den Trompetern. Der Kaiserwar zu Fuß, begleitet von einem glänzenden Gefolge. Mich scharfansehend, fragte er: ...Lvvx-von^ servi?" Oni 3iro, sir I'rnWaooinrrrs chttraiar." „Os Oöpmrtöirlkirt?" „Do 1a bkoov."
In das Kantonnement zurückgekehrt, erhielt ich schon nach einigenStundeil meine Ernennung zum Offizier im Regiment, worübergroße Freude um mich her, die ich wenig zu theileu vermochte.
"Nach Vaudammes Niederlage bei Kulm rückten die Alliirtenvon neuem vor und Napoleon rekognoszirte unter unserer Be-deckung, dann bezogen wir ein Biwak in der Höhe von Pirna.Von hier aus wurde ich kommandirt, kranke Mannschaften undgedrückte Pferde nach Torgau zu führen. Die Flüchtenden ausder Schlacht bei Dennewitz berührten eben die Festung, als ichweitere Befehle dort einholen wollte. Kurz und grob erhieltich im Hauptquartier die Antwort, ich sollte thun, wozu ich Lusthätte, den Marschall Ney aber ungeschoren lassen. Ich bezog nunmit meinem Detachement Quartiere, einige Meilen von Torgauentfernt, wo ich mich bei einem Oberförster auf Hirsche, Rehe undWildschweine jagend, vortrefflich befand.
Die im Rücken der Franzosen gebildeten Freikorps machtendie Etappenstraßen im höchsten Grade unsicher, griffen Transportevon Kriegsmaterial an und vernichteten sie und hemmten die Zu-fuhr von Proviant. Napoleon sah sich genöthigt, größere