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war die Mehrzahl vom alten Stamm der Württemberger, gegen900 Mann, geblieben.
Die Kinder des Gefallenen, auch durch Königliche Gnadeunterstützt, wurden da und dort bei Verwandten untergebracht.Der 1753 in Wesel geborene Sohn Ernst Eberhard kam zunächstnach Württemberg zurück, nach Eßlingen zum Oheim Harpprecht.Er wurde Soldat wie auch die anderen Brüder; alle haben denNiedergang des preußischen Staats und seine Wicderaufrichtunggesehen. An dieser durften auch die Enkel des bei Kolin Gefallenenarbeiten. — Der in Eßlingen erzogene Ernst Eberhard war Generalgeworden; seine drei Söhne kehrten zu Ende des Jahres 1815aus dem Felde heim: der älteste, neunzehnjährig, schon als Offizierund Adjutant, die beiden anderen, fast noch Kinder, als freiwilligeJäger. Alle diese Jungen haben sich durch Geschick und Mann-haftigkeit einen Namen gemacht; am meisten aber that sich derälteste, Karl Eberhard, hervor, der sich nachmals durch seineheldenmüthige Eroberung der Insel Alfen und durch seine Ver-dienste bei der Durchführung der Schlacht von Königgrätz alsFührer der Elb-Armee den Feldmarschallsstab errang.
Die Kenntnis ihres schwäbischen Ursprungs hat die FamilieHerwarth von Bittenfeld in Preußen wohl niemals verloren;nähere Beziehungen aber wurden erst wieder geschaffen, als durchdie jüngsten Ereignisse alte Erinnerungen neu belebt und diedeutschen Stämme brüderlich sich nahe gebracht waren.
Schloß Bittenfeld hatte im Laufe der Zeiten manchfacheSchicksale gehabt- Zum öfteren war Wechsel der Besitzer ein-getreten. — Oben haben wir gesehen, wie des DorfchulzenSohn, Johan Kaspar Schiller, als Husar zu Felde gezogen. Erist bekanntlich später in das benachbarte Marbach übergesiedelt.Ein jüngerer Bruder des Johann Kaspar aber, Johann JakobSchiller, ist in Bittenfeld geblieben und dieser ist es, der imJahr 1774 das ehemalige Herwarthische Schloß sammt den dazugehörigen Ländereien an sich brachte.^) Mannigfach umgebaut,zum Theil auch abgebrannt, heißt der Gebäudekomplex heute nochdas Schloß und erinnert durch Reste des Grabens und gewaltigeMailern immer noch an die einstige Größe.
2?) Pfarrei Bittenfeld, Schloßbuch.