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Herwarthisches
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lieutenant, Mmens v. Bärenfels, gekommen. Handgeld habeder eine II Thaler erhalten, der andere 4 Dublonen nebsteinein Kopnlationsschein mit der Weisung, daß er sich in Nörd-lingen trauen lassen dürfe."^)

Verhandelt vor dem Kriegsgericht in Stuttgart am Z. Jan.1746, nachdem durch Zufall die beiden Deserteure beigebrachtwaren.

In Heilbronn hatte als preußischer Werber der Hauptmannv. Platen seinen Sitz im Wirthshaus zu den drei Königen. Ersuchte hauptsächlich die Leute der Garnison Stuttgart anzulocken.Fremdes Gebiet trat ziemlich nahe an Stuttgart heran; außerEßlingen das im Besitz des Domkapitels Augsburgs befindlicheDorf Öffingen. Das letzte Hans gegen Cannstatt ist hier dasWirthshaus zum Kreuz. Hieher fuhr Hauptmann v. Platen bis-weilen in vierspänniger Chaise, von mehreren Unteroffizierenbegleitet und suchte tüchtige Leute an sich zu ziehen. EinemAlaune von der herzogl. Garde, 6 Schuh 7 h^ Zoll groß, zahlteer 120 Thaler Handgeld ans. Des Gardisten Kamerad solltedurch eine Weibsperson herbeigelockt werden. Diese kam aberdiesmal an den Unrechten, und die ganze Gesellschaft wurde auf-gehoben, sobald sie die neutrale Augsburger Insel Öffingen ver-lassen hatte.

Solcher Fang gab stets Veranlassung zu weitläufigenSchreibereien und Komplimenten zwischen dem Herzog Karl undFriedrich dem Großen. Auch als ein Feldwebel von HerwarthsRegiment beim Rekrutenfang in der Nähe der Reichsstadt Gmündertappt wurde, war dies der Fall; flehentlich bat der sechzigjährigeMann, als er sich gefangen sah, man solle doch Gnade bei ihmwalten lassen, er sei ein Landeskind, aus Uhingen gebürtig, habeauch in Ungarn und Sicilien unter württembergischer Fahne ge-fochten. — Die Reichsstädte und geistlichen Gebiete waren vollvon Werbern für Oesterreich und Preußen; aber auch Fremde:Spanier, Franzosen, Engländer, Holländer, warfen dort ihre Netzeaus und durften, Supsidiengeldcr spendend, ihr schamlosesTreiben noch weiter ausdehnen.

Haus- u. Staatsarchiv Stnttg. Geh. Rathsakten. Kriegssachen,Preuß. Excesse.