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Zeit übernnegend gebräuchlich gewesen ist. Durch verschiedenenachgelassene Briefe und andere Schriftstücke wurde dasbestätigt.
Unser Großvater hatte einen tief religiösen Sinn, under hat nach dieser Richtung hin viel gedacht und geforscht.Ich erinnere mich eines laugen, von seiner Hand geschrie-benen Gedichtes, das betitelt war: ,Glaubcnsbckenntnißvon einem Wahrheitsucher'. Die Verse sind mir nicht mehrerinnerlich, nur eine Strophe ist mir im Gedächtnis geblieben:,Jch glaube, daß mein Heiland Jesus Christ, Nicht, daßder Mensch in Rom mein Richter ist', — Ich habe diesesGedicht vor langer Zeit meinem Onkel, Großvaters SohnWilhelm, gegeben, lange nachdem derselbe sein Buch ,Vor-hofklänge, von einem Wahrhcitsucher' herausgegeben. DenOnkel interessierte das Gedicht ganz ungemein; er hatte keineAhnung von dem Vorhandensein desselben, aber viel Ver-wandtes fand er in den darin niedergelegten Anschauungenmit seinen eigenen, wenngleich er vermutete, daß der Groß-vater das Gedicht ni-cht selbst verfaßt, sondern irgendwogefunden und für sich abgeschrieben habe, denn Manches darinschien ihm doch nicht vereinbar mit seines Vaters Denkweise,Gleichwohl enthielt die Blcchkiste manche unzweifelhaft vonihm verfaßte Beweise, daß der Großvater auch in der edlenVerscknnst wol znhause war; namentlich hat er sich auch inlaunigen, oft recht witzigen Epigrammen, lokale Verhältnissebetreffend, ergangen. Einige waren sogar den allerhöchstenKreisen zugewandt; die stammten aus jener Epoche, in derFriedrich Wilhelm ll,, Neffe Friedrichs des Großen, PreußensKönig war. Auch der damalige Minister Wöllncr und aller-» Hand dem Hofe nahegestcllte Damen bekamen ihren gehörigenAnteil,
Großvater hatte einen schönen Umgangskreis. An einemfestgesetzten Abende kamen die hervorragendsten und gleich-