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Hände gefaltet im Schoße. Dann waren wir bald um sieherum! „Erzählen, Großmutter, erzählen!" ,Ja, ich weißnichts mehr.' „Doch, doch, Großmutter, aus der Franzoseu-zeit, und als der Vater noch klein war, und als er alle dieblanken Knöpfe an seinem neuen Kittelchen sich von großenJungen hatte herausschneiden lassen und dafür Knicker bekom-men hatte, und überall, wo ein Knopf gesessen hatte, jetztein Loch war." — ,Ja, da hat er Schläge gekriegt, und daskönnt ihr ja auswendig.' — „Ja, dann, als der Großvaternoch klein war." — Mißt ihr auch!' — „O, das machtnichts, erzähle du es noch einmal, bitte, bitte, Großmutter!"— Und immer that sie es, und besonders gern erzählte sievon ihrem seligen Manne, unserem Großvater. Und wirhörten eins von ihm so besonders gern, weil wir jedesmaldabei weinen mußten. So hatte die Großmutter denn balddas Kleinste auf ihren Schoß genommen und nun ging es au:„Ja, also im Jahre siebzehnhundert vicrundfttnszig istes gewesen. Da war euer Großvater ein kleines Jüngelchcnvon etwa fünf Jahren, und er hatte noch eine kleine Schwesterund ein ganz kleines Brüderchen. Da ist den Kindern ihrVater in ganz jungen Jahren gestorben. Die Mutter aberwar von schwacher Gesundheit, und sie hatte ihren Mann solieb gehabt, daß sie in tiefe Traurigkeit verfiel und immerelender und schwächer wurde. Als das Frühjahr wiedergekommen, und noch kein volles Jahr nach ihres MannesTode, da hat sie gewußt, daß sie nun bald auch sterben müsse.Da hat die Mutter ihres verstorbeneu Mannes ihre dreikleinen Kinder au ihr Sterbebette bringen müssen. Sie hatdie Lippen lange bewegt und hat still gebetet. Sie hat dar-auf die .Kinder alle geküßt und gesegnet. Und dann hat sieeurem Großvater, der der älteste der Kleineu war und schluch-zend am Bette seines Müttcrleins auf den Knieen gelegen,die Hände auf den Kopf gelegt und hat laut und vernehm-