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nach der gegenwärtigen Wohnung des Grafen Otto und amüsirte sichdabei über seine Ilnkcnntniß in Berlin -— er wußte nicht wo die Pots-damer Straße sei — und ließ sich dies eingehend beschreiben. Als SeinerKöniglichen Hoheit gesagt wurde, daß schon sieben Söhne in der jüngerenGeneration vorhanden seien, meinte er lachend! „Nun, dann brauchen Sieallerdings eine gehörige Abfindungssumme," Seine Königliche Hoheit schloßdiese gnädige Unterredung mit den Worten! „Meine Herren, ich thue, wasich kann, aber die Entscheidung liegt nicht bei mir." — Noch an demselbenAbend sandte Seine Königliche Hoheit, wie er versprochen, an Graf Ottoein persönliches Schreiben für ihre Hoheit die Frau Herzogin Mitregentinvon Anhalt-Bernburg,
Am 15, 5. 1858 hatten die beiden Grafen von Westarp die Ehre,diesen Brief in Wallenstedt persönlich an Ihre Hoheit die Frau HerzoginMitregentin, gleichzeitig mit der Denkschrift und einen? Privatbrief, über-geben zu dürfen. In letzteren? wurden freier, als dies in öffentlichenSchriftstücken möglich ist, die Gefühle unwandelbarer Treue und dank-barer Ergebenheit zum Ausdruck gebracht. Es wurde in diese??? Briefehervorgehoben, daß keine unlauteren oder eigennützigen Absichten die Ein-gabe dietirt hätten, daß aber die bedrängte Lage der Familie einen anderenWeg nicht zulasse. Gleichzeitig wurde von den Grafen von Westarp be-tont, daß sie willens seien, sogar den Protest von 1849 zurückzuziehen,nicht etwa, weil sie sich von der Itnhaltbarkeit desselben überzeugt hätten,sonder?? weil sie und ihre Familie sich von höheren Rücksichten, insbesonderevon den? Wunsch nach Friede?? und von der Hoffnung leiten ließe??, daßihr geliebtes Stammland stets unter kräftiger und gerechter Hand in Ein-heit erblühe?? werde.
Die Frau Herzogin versicherte, daß von Seite?? Bernburgs Alles,was irgend möglich, geschehe?? würde, >???? die Ansprüche der Grafen vonWestarp zu befriedige??, hob jedoch gleichzeitig die großen in? Wege stehende??Schwierigkeiten hervor. Die Grafen von Westarp wurden auf das Liebens-würdigste empfangen und zwei Tage zur Tafel u, s. ?v. herangezogen.Eine endgültige Entscheidung konnte nach Lage der Sache weder getroffen,noch in Aussicht gestellt werden.
An? 19. 5, 1858 ivar Audienz in Dessau, Seine Hoheit der Herzoglehnte es ab, vor den? Tode des Herzogs voi? Bernburg der Frage näherzu treten, versicherte aber, daß ihn die ganze Angelegenheit intcressire, unddaß er dieselbe nicht ans den Augen verlieren werde.