V.
Zacharias, der älteste herangewachsene Sohn Samuels, hat in Erinnerung an denGroßvater Immanuel wieder das theologische Studium erwählt. Seinen NamenZacharias hat er in der Taufe am s. März 1602 von seinem jugendlichen Gheimmütterlicherseits, dem Studiosus der Theologie Zacharias Touradi erhalten, neben demdie bewährte Frau Amtsverweserin Zinna Barbara Götzin und der Landrichter Lederaus Wichmar Pathen waren. Schon im 15. Jahre, 1667, wird er im Kirchcnbucheselbst als pathe genannt. Die Schule hat er in Zeitz besucht. Zn den Frauenprieß-nitzer Kirchenbüchern tritt er noch zweimal als Gevattersmann auf, am 1,2. Oktober1673 als stuä. tbeol. und am 22. Dezember 1680 als Magister. Er hat gegen 2 Zahremit fürstlichem Stipendium und unterstützt durch das Schneidewcin'sche Stipendium inZena studirt. Zm Zahrs 1680 ist er mit einem jungen Studenten als dessen Ephornsnach Erfurt gezogen. Dort hat er sein Kandidatenexamen bestanden. Hierauf hat ergleich seinem Großvater, einige Zeit in Naumburg sich aufgehalten, auch dort gepredigt,von hier kam er als Informator in das Haus des Herrn von Seckendorf nach Meusel-witz, Kanzlers und Konsistorial-Präsidenten des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz, dessenjugendliche vettern er ein Zahr lang unterrichtete.
Da wurde die Pfarrstelle in Wildenfels und Härtensdorf frei. Der schon erwähltePfarrer Fritsch zu Halbau bei Sorau in Schlesien ließ sich durch die vom GrafenBalthasar Erdmann von Promnitz dem Patron der Kirche Grafen Solms-Wildenfelsübermittelte Bitte seiner „armen, der Religion halber hochbedrängten Schlesier", beiihnen zu bleiben, zum Verzicht bewegen. Nun empfahl Herr von Seckendorf zur