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gehende Programm „lieber die Entwickelung des Absoluten bei Plato",eine Arbeit, nach welcher der Verfasser einem etwas einseitigen, seltsamverquickten Platonismus zugethan erscheint.
Bald hatte er auch das wohlbegründete Vertrauen der Behördegewonnen, und am (!. Oktober 1843 wurde er fest angestellt. EinigeMonate später, da die gesammtc Inspektion des Pädagogiums inCalo vereinigt war, erfolgte durch den Provinzialschulrath Giesebrecht,einen Bruder des Biographen, genaueres Eingehen auf ein von demSchulkollegium beabsichtigtes Unternehmen. Calo wurde ersucht, sichdarüber zu erklären, ob er geneigt sei, auf einen Plan einzugehen,welcher ihn, bei verbesserter ökonomischer Lage der Anstalt, desgrößeren Theils seiner Lehrthätigkeit enthöbe, dagegen ihm eine steteBeaufsichtigung oder vielmehr freundliche Leitung der Alumnen außer-halb der Schul- und Arbeitsstunden zur Pflicht machte und ihm da-durch eine vorherrschende moralische Einwirkung auf dieselben ver-schaffte. Calo entzog sich der Erörterung über die Zweckmäßigkeitdieses Planes, indem er um einen Urlaub auf 6 Mouate bat, der ihmauch vom April 1844 gewährt wurde. Er verwendete diese Zeit aber-mals zu einem Ausflug in die weite Welt. Um dabei den Privat-unterricht seines Lieblingsschülers Franz Pogge nicht zu unterbrechen,forderte er ihn auf, ihn auf der Reise nach Rom zu begleiten. MitZustimmung von Pogge's Eltern wurde dieselbe Mitte April au-getreten. Auf Wunsch des Oberpräsidenten von Pommern, v. Bonin,machte auch dessen Sohn Otto die Reise mit, die über Dresden,Prag, Wien, Graz, Trieft, Venedig und Florenz zurückgelegt wurde.Am l8. Mai langten sie in Rom an. Calo, der bis dahin nochkein Italienisch getrieben hatte, benutzte die Reise dazu, es zu erlernen,und setzte unterwegs sein Studium mit solcher Energie fort, daß er,auf italienischem Boden angelangt, sich dort bereits verständigen undnach längerem Aufenthalte in Rom fließend Konversation führenkonnte. Natürlich verlangte er von seinen jugendlichen Begleiterngleiche Lust und Energie zum Lernen; sie mußten, wie er, die ita-lienische, die griechische und die lateinische Grammatik zu ihrer be-ständigen Reiselektüre machen — eine harte Anforderung bei denvielen immer wechselnden und dadurch ermüdenden Eindrücken, welche
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