Druckschrift 
[1] (1890)
Entstehung
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Preußen zurück, hielt sich in Berleberg eine Weile auf und ging vonda über Berlin nach Stettin. Wenige Monate war er daheim, dannging er nach Halle, um dort die gesetzliche Prüfung für das Lehr-amt zu bestehen. Das Zengniß darüber s20. August 1642) erkannteein ausgebildetes Lehrtalent und eine lobenswerthe Fähigkeit, auf dieSchüler einzuwirken und sie lebendig anzuregen, ertheilte ihm auch dieunbedingte Lehrfreiheit am Gymnasium, welche näher dahin bestimmtwurde, daß er in der philosophischen Propädeutik, in der Geschichteund in der französischen Sprache in oberen Klassen, in der griechischenund lateinischen Sprache in der Secunda und in der deutschen Sprachein den mittleren Klassen unterrichten könne. — Bald nach seiner Heim-kehr in Pommern sandte ihn das Schulkollegium der Provinz um Ostern1843 nach dem neugestifteten Pädagogium in Putbns, um das Amteines zweiten Adjunkten interimistisch zu verwalten. Hier machte sich seinEinfluß sehr rasch und in immer weiteren Kreisen geltend; er waraußerordentlich bestimmt in seinen Anordnungen, aber stets in liebens-würdiger, entgegenkommender Form, und namentlich wußte er dieSchüler zum Fleiß auzuregeu durch die lobende uud anerkennendeWeise, mit welcher er das Geleistete entgegennahm.

Diese hinreißende Beeinflussung der jugendlichen Gemüther ver-dankte Calo seiner glänzenden, oft in den glühendsten Farben sich ergehen-den Beredtsamkeit, der großen Vielseitigkeit seines Wissens, seiner vollenund rücksichtslosen Hingabe für die Interessen der ihm anvertrautenJugend.

Die Vielseitigkeit seines Wissens und die Zahl der Disciplinen,in welchen er unterrichtete, war ganz außerordentlich; so lehrte er inPutbus Lateiuisch und Griechisch, Deutsch uud Französisch, Geschichteund Geographie, sowie im Privatunterricht Englisch, Italienisch undHebräisch. Jeder, der Neigung dazu hatte, konnte Privatstunden bei ihmnehmen, und Calo war so uneigennützig, daß er, trotz ständiger Bewir-thung seiner Schüler, nie eine Entschädigung nahm. Wie unermüdlich undoriginell in seinem Verkehr mit der Jugend, so originell war er auchin seiner äußeren Lebensweise, in der Sorgfalt, die er auf seinen Körperverwendete, und in seiner legeren, aber eleganten Hauskleidung. In-zwischen schrieb Calo eine Abhandlung für das von der Anstalt aus-