Druckschrift 
[1] (1890)
Entstehung
Seite
134
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*) Nach Mittheilungen seiner einzigen noch lebenden Tochter Marie, ver-wittweten Geheimräthin Steffen,

Wie lange diese Ehe gewährt hat, und wann Dorothea Elisabethund ihr Ehegemahl Georg Gabriel Schnitz verstorben sind, konnte nichtermittelt werden.

2) Mark Zophir, am 14. August 1759 geboren, vermählte sichmit Johann Drews, Propst zu Neustettiu. Beide sind auch daselbstverstorben.

3) Johanna Louise, jüngste Tochter des Hoffiscals Georg LeonhardCalow, geboren den 9. September 1762, wurde die Gattiu des Kauf-manns Friedrich Höppner in Colberg.

4) Johann Georg Ängnst, geboren am 24. Dezember 1768, einzigerSohn des genannten Hoffiscals. Aus seiner Jugend ist nichts bekannt,auch nicht, wo er seine Studien betrieben und durch welche Schicksals-fügung er nach Stettin gekommen. Jedenfalls hat er Jura studirt,denn man findet ihn in Stettin als Rechtsanwalt oder, wie es nach derFriedricianischen Ausdrucksweise hieß, als Justiz-Commissar. In dieserStellung hat er sich auch im Jahre 1797 mit Henriette, Tochter desObercmpfängers Lobach, verheirathet. Diese Ehe, aus welcher 6 Söhneund 2 Töchter hervorgegangen sind, hat 41 Jahre bestanden. Justiz-Commissar Georg muß vermögend gewesen sein und ein ergiebiges Ein-kommen gehabt haben; denn er erwarb 1790 ein großes Haus amPetri-Kirch-Platze in Stettin, in welchem auch die preußische Bankihren Sitz hatte. Im Allgemeinen trat Georg mit einem luxuriösenAufwand auf, lebte, wie man zu sagen pflegt, auf großem Fuße, hieltein offenes Haus für seine Freunde und gestattete sich den Luxus einerEquipage mit vier eleganten Schimmeln") Der Wohlstand Stettins,welcher Ende des vorigen Jahrhunderts trotz der, unserer Auffassungvon Comfort gegenüber, mäßigen Beurtheilung nicht unbedeutend ge-wesen sein muß, erhielt einen harten Schlag durch die Ocenpation derFranzosen und demnächst durch die Belagerung Seitens der Preußen.Die Blüthe des Handels und Wandels wurde geknickt, und erst nach50 Fricdensjahren ist Stettin wieder emporgekommen. — Natürlichwirkte das Schicksal der Vaterstadt auch auf die Familien der Ein-