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[1] (1890)
Entstehung
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Elternhaus übersiedelte. Und für immer! Denn nach ömonatlichcnentsetzlichen Leiden verschied ihr Gatte zu einem besseren Dasein.

Die Widerstandsfähigkeit solchen Schicksalsschlägcn gegenüber ließbei meinem Vater sichtlich nach. Es erschlaffte sein starker Geist, seineKörperfülle, die ihm ein so stattliches Aussehen verlieh, verlor sich,und als dann es mar im Herbste des Jahres 1846 sich plötzlichAbneigung gegen das Rauchen einstellte, erklärte der Arzt den Zustand alsden Beginn eines gefährlichen Magenleidens. Die Arbeit, die Aktenließ darum mein Vater nicht ruhen;meine Kinder, ich muß reinenTisch machen," antwortete er uns, als mir im Verein mit der Mutterihn beschworen, sich zu schonen. Noch im Frühjahr 1847, als seineKräfte schon sichtlich schwanden, ließ er sich zum Gcrichtslokal führen,übernahm den Vorsitz bei den Sessionen und erledigte auch noch diewichtigsten Termine selbst. Schließlich aber erlag der eiserne Willedieses charaktervollen Mannes den ihn verzehrenden Leiden.

Als wir ihn in den letzten Tagen des Juli, gestützt auf unsereArme, durch den blühenden, duftenden Garten führten, da fühlte er,fühlten wir Alle, es sei dies zum letzten Male! Müde, willenlosließ er sich zu seinem Lager führen, das er nicht mehr verließ. DieGröße der Qualen, die er erduldete, ließ ihn, als der ihm befreundetePfarrer des Ortes ihn besuchte, verzweifelnd in die Worte ausbrechen'Das also ist das Loos des Gerechten!" Diesem Freunde über-trug er auch seine letzten Wünsche in Betreff seiner Beerdigung, beider er die größte Einfachheit, auch keine Leichcnpredigt, nur ein Gebetsich erbat.

Was half nun noch alle Pflege, alle Sorgfalt, die wir trostlosenWesen unserem angebeteten Vater zu widmen suchten; nicht einmal seineQualen zu lindern, waren wir im Stande. So nahte der 27.August! Mit vollem Bewußtsein traf der sterbende Dulder noch Be-stimmungen der umfassendsten Art, nach seinem Tode die Lage derFamilie zu erleichtern. Uns alle dann noch mit seinen liebevollenBlicken umfassend, sprach er wiederholt die Worte:Meine armenKinder!" und dann nichts mehr. Dann brach das Auge, und derbeste, der gütigste der Väter, der edelste Mensch hatte aufgehört zuleben! Als das Läuten der Glocken den Bewohnern der Stadt und