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der Umgegend das Hinscheiden des allverehrten Mannes verkündete,da floß manches Auge über. Wir haben einen strengen, aber gerechtenRichter verloren, sagten sie Alle, und die Wittiven, die Waisen klagtenmit dem Ausrufe: Ach, uns ist der Vater gestorben! — Ein ehren-volleres Andenken errang sich selten Einer!
Gebettet in Blumen, die er bis zu seinem Tode liebte, wurdeer, der Letzte seines Stammes, ins Grab gelegt; und daß dazu nichtnur die Glocken der evangelischen, sondern aus freiem Autriebe derkatholischen Geistlichkeit auch die der katholischen Kirche ihr Grabliedsangen, war das beredteste Zeichen der Toleranz, wie sie ein wahrer,echter Christ auszuüben gewußt hatte."
Verfasser kann zu der wohlgclungenen Lebensbeschreibung diesesehrenhaften Mannes nur die Worte hinzufügen:
„Hoch klingt das Lied vom braven Mann,
„Wie Orgelton und Glockenklang!" — —
Ueber 10 Jahre überlebte ihn seine Gattin Wilhelmine, mit derer eine glückliche Ehe bis zu seinem Tode geführt hat. Tief beweintund betrauert von ihren Töchtern, starb die fürsorgende und liebreicheMutter am 22. April 1858 in ihrem ?4sten Lebensjahre.
2) Sophie, älteste Tochter des Land- und Stadtrichters SamuelChristoph und der Sophie Hering, geboren 1780, vermählte sich,18 Jahre alt, mit dem Königlichen Steuer-Inspektor Siegfried Stesfahnpund starb 1799 im ersten Wochenbette.
3) Charlotte, geboren 1782, wurde diezweitcGattin ihres SchwagersSiegfried Stcffahny, dem sie nachstehende Kinder geboren hat:
a) Ernestine, geboren 13. März 1803, wurde die Gattin des Bau-meisters Steffahnp und starb im Jahre 1834.
d) Wilhelmine, geboren 3. März 1804, ehelichte dcnLieutenanl a.D.und Stadtgerichts-Sekretär Heinrich Promnitz und segnete dasZeitliche 1854.
e) Ingnstt, geboren 20. April 1805, wurde die Gattin des am25. Mai 1856 verstorbenen Oberstlieutenants Eduard Kalanvon Hofen, und lebt gegenwärtig in Görlitz.