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[1] (1890)
Entstehung
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Synkretismus.") Auch nahm er Theil an den religiösen Streitig-keiten in der Mark Brandenburg und richtete im Namen der theolo-gischen Facultät in Wittenberg an den großen Kurfürsten das förm-liche Gesuch um ein Colloquium.

Einen solchen Eingriff in seine landesherrlichen Rechte konnteder Große Kurfürst unmöglich dulden und wies daher diese Anmaßungmit dem gebührenden Ernste zurück. In seinem Erlasse darüber findetsich folgende bemerkenswerthe Stelle'

Darum so ordnen und setzen wir kraft dieses aus landes-fürstlicher Macht, Hoheit und Gewalt, auch aus größter Noth-wendigkeit, und wollen, meinen auch ernstlich, daß alle und jedeunserer Unterthanen von Prälaten, Grafen, Herren, Adel undStädte hierfür keinen der Ihrigen mehr auf vorgedachter Uni-versität Wittenberg, um daselbst Vlmologiam und Utülosoplnavazu studiren, schicken.""")

Selbst das eigene Vaterland erschien unserm Calow für denKampf seines orthodoxen Glaubens noch zu eng; er polemisirte auchmit hervorragenden Theologen und Staatsmännern in Schwedenund Ungarn. In Folge seines Briefwechsels mit Schweden kam erin Verdacht, den Antrag bei der schwedischen Regierung gestellt zuhaben, daß die Reformirtena paoe roligionis" in dem Friedens-traktate zu Osnabrück und Münster ausgeschlossen werden möchten.Dieses seltsame Gerücht verursachte eine ungeheure Aufregung unterden Reformirten und gebot dem Danziger Rath, sich dieserhalb andie schwedische Regierung zu wenden. Der schwedische Kanzler AxelOxenstierna bezeugte mittelst Schreibens, d. d. 3. Juli 1647, daßUr. Abraham Calow nur ein ecuninoritarium über die AugsburgischeConfession der Königin und einigen Reichsräthcn dediciret habe,worin aber der Reformirten nicht mit einem einzigen Worte gedachtsei. Außerdem erklärte der Kanzler, daß weder vr. Cckow nochirgend ein anderer Theologe der Augsburgischen Confession einen

Tholuck.

-*) Zimmermann: Preuß. Geschichte.