Mit „cllews de Xalovve" dürfte nur derjenige Ort bezeichnetsein, von wo er gekommen, oder wo er heimisch war. Diese Annahmebestätigt die Familiensage, daß die Kalaws, Calows aus der Lausitz,,möglich von dem Orte Kalau, nach Preußen und Pommern ge-kommen sind.
Alle oben genannten einzelnen Thatsachen lassen mit Sicherheitannehmen, daß die erwähnten Familienglieder bereits im 16. Jahr-hundert demjenigen Stande angehörten, den man heute gewöhnlichunter dem sogenannten alten Niedern Adel im Gegensatz zu dem Brief-adel, zur nobilitg.8 ooäieillaris, begreift. Man unterschied damals
Herzoge Schwantepolk verliehene Dorf Boblin bestätigte und das ebenfalls imLande Schlaive gelegene Dorf Karukewitz als neues Geschenk hinzufügte. Obnun neben den Lehnsleuten aus den Ländern Camin, Treptow und Colberg,welche uns die Zeugen der beiden Dokumente kundgeben, auch die Vasallen derwestlichen und südlichen Provinzen Barnims an diesem Feldzuge theilnahmen, läßtsich nicht ermitteln. Von den Geistlichen begleiteten den Herzog sein Kanzler, derDomprobst Conrad von Stettin, die beiden Notare Heinrich von Lalow, Domherrzu Güstrow, und Arnold, sowie auch der Abt Wiard von Belbuk, der sichvielleicht selbst an die Spitze seines Heerbannes gestellt hatte. Unter den Basallennennen uns die beiden Urkunden den Fürsten Kasimir, den Schwantiboriden undden edlen Borke, Stammvater der Familie Bork, die Ritter Bisprow, wahr-scheinlich zur Familie v. Kamcke gehörig, Demislav, Stowomar, Gneomar VauCummerow, Guuemar v. Dobeschitz; letzterer ist einer der Stammväter der FamilieNatzmer, Enkel des laugjährigen Castellnns Heinrich v. Usedom.
Urkunde vom Jahre 1267.
Am 22. Februar 12S7 weilte Herzog Barnim noch zu Stettin, befand sicham 23. Februar schon auf der Reise zu Sarnow bei Anclam, wo er dem KlosterStolp eine Vergabung machte, ritt noch an demselben Tage bis Dargan undstellte, hier diesem Kloster ebenfalls eine Urkunde aus und war bereits am 27.Februar in Neu-Closter bei Wismar. Begleitet wurde er auf dieser Reise vonseinem Kanzler, dem Domprobst Conrad v. Stettin, und seinem Notar undCapellan Heinrich v. ekalow. Unterdeß mußte ihm von setner Besatzung im.Lande Slawe und Stolp die Nachricht zugegangen sein, daß sie einem nahenAngriffe der pomerellischen Herzöge entgegensähe. Ungesäumt machte er sich inEilmärschen auf den Weg, um an Ort und Stelle die nöthigen Vertheidigungs-maßregeln zu ergreifen. Sein Weg von Greifswalde nach Stolp führte ihn überUsedom, Treptow a/R., wo er vermuthlich in den Klöstern Usedom und BelbukNachtlager nahm. Hier ließ er sogleich durch seinen Notar Heinrich von Lalowdie Schenkung des Dorfes Sellin an das Kloster Usedom vollziehen, in Gegen-wart des Abtes Wiard von Belbuk, seines Kanzlers Conrad, des Fürsten Johannvon Mecklenburg, Johann von Güstrow u. s. w.