Johann Casimir, 281
geboren am 14. Mai 1619. Gegen Ende des 30jälirigen Krieges,im Jahre 1644 war er Oberst in einem kaiserlichen Regimentund Commandant von Lemgo, wo er bis 1646 verblieb; hierkam es zu persönlichen Reibereien mit den Grafen HermannAdolf und Otto Heinrich von Lippe, die zwar nicht gleich ihreErledigung?fanden, aber später damit endeten, dass Joh. Casimirden Grafen Otto Heinrich von Lippe am 29. März 1648 aufdem Wege von Heidesheim nach Harten bürg mit einer Pistoleniedersehoss. Der Vorfall wurde verschieden ausgelegt, theilsals Duell,!theils als ls ; othwehr, 1 auch als Mord; ein peinlicherProzess wurde deswegen gegen Joh. Casimir 10 Jahre langgeführt, allein ohne Erfolg; eine Ahndung ist nicht (eingetreten^).
Später erscheint Joh. Casimir auch als Präsident desReichskammergerichts zu Speyer.
Er starb als der Letzte seiner Linie unvermählt am15. April 1.688; die Besitzungen fielen nun an:
die SpeciallinieLeiningen-Dagsburg-Falkenburg in Deidesheim,
Ihr Stifter war des Grafen Emich X. von Leiningen-Dagsburg-Falkenburg ältester Sohn, der ältere Bruder PhilippGeorgs: *
l ) Eine für Joh. Casimir sehr ungünstige'jDarstellung des Vorfalles vonLippe'sclier Seite aus siehe: Falkmnnn, Beiträge zur Gesch. dos 1 (irstenth. Lippe.V. Band. 1887. S. 167.
Brinckmeier, Lemingen. --