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keiten und Misshandlungen zu entgehen und um nicht gleichdem Rektor der Lateinschule und Frühprediger Braun in dieGefangenschaft weggeschleppt zu werden, durch die Fluchtretten. Die Kirchenbücher sowie Kirchengcfässe liess derdamalige Superintendent Klevesahl durch den Todtengräber„ohne Mitwissen anderer Personen, als eines zu Hülfe und inEidespflichten genommenen ehrlichen Mannes" in der Nachtvom 29. auf den 30. December 1793 auf dem Gottesacker alsoverbergen: „Es wurden 2 aufeinanderstellende Särge heraus-genommen, tief in den Boden ein Bretterbehälter gemacht, indenselhigen die Kiste (mit den genannten Gegenständen), —Erde, — ein Sarg — wieder Erde, — der 2. Sarg und wiederErde darauf gethan und so glücklich geborgen." Die Bücherund Gefässe blieben 472 Monate so begraben und wurdendadurch gerettet 1 ). Die fürstliche Familie hatte in diesenschweren Zeiten, die sie ausserhalb ihres Landes zubringenmusste, manche Drangsale zu erdulden, doch kämpfte sie derFürst männlich und standhaft durch, obwohl er auch nochim Jahre 1800 den Verlust seines damaligen einzigen Enkels,des Prinzen Friedr. Carl Heinr. Ludw. Emich erdulden musste.
In Folge des Lüneviller Friedens von 1801 und desReichsdeputationshauptschlusses von 25. Februar 1803 (§. 20)wurden „endlich" die Besitzverhältnisse des aus den alten Landenvertriebenen Fürsten und der Grafen von Leiningen geregelt.Für den verlorenen altangestammten Besitz, auf dem dasGeschlecht links des Rheins mindestens 800 Jahre gesessenhatte, erhielt das fürstliche Haus die vormals MainzischenAemter Miltenberg, Buchen, Seligenthal, Amorbach u. Bischofs-heim, die vormals Wurzburgschen Aemter Grünsfeld, Hardheim,Landau und Ripperg, die vormals Kurpfälzischen Aemter
L ) Dürkheimer Kirchenbücher im Stadtarchiv zu Dürkheim a. H. S. auch:Mittheilungen d. histor. Vereins d. Pfalz, Heft 13. S. 36.