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1 (1890)
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funden werden 1 ); in dieser ganzen.trüben Zeit währten auchnoch die Falkenburger Reibereien fort.

Als nach, dieser schon an sieh schweren Zeit auch nochder pfälzische Erbschaftskrieg wegen der Erban-

sprüche der Elisabeth jpharlotti v. <1. Orleans derLise-Lotte von der Pfalz") begann, kam die schwerste Zeit für diePfalz im Allgemeinen, wie für die Grafschaft Leiningen ganzin's Besondere. Als die Franzosen 1688 in die Pfalz einfielen,gingen die Grafen von Leiningen den kaiserlichenAvocatoriis"getreu, aufs rechte Rheinufer und hielten sich zu Frankfurt a. M.und anderen Orten auf, worauf die Franzosen sofort alle Lei-ninger Burgen besetzten und die ganze Grafschaft in Beschlagnahmen. 1689 begann dann die systematische, fast ausnahms-lose Niederbrennung der pfälzischen Burgen, Städte undDörfer, so dass das Land binnen 6 Monaten das gewordenwar, was der allerchristlichste König Ludwig XIV. undsein Minister Louvois bezweckt hatten: eine riesige Brand-stätte, eine Wüste; und so wurde denn bei den Scheuss-liclikeiten, welche die Franzosen allenthalben ausübten,' auchdie Grafschaft Leiningen gänzlich zu Grunde gerichtet. Erstder Ryswicker Friede 1697 machte diesen schrecklichen Zu-ständen ein Ende. Die Falkenburg und Dagsburg warengänzlich gesprengt und zerstört 2 ), und nur die Hartenburg bliebdadurch verschont, dass dieselbe als wichtige Thalsperre von1690 bis 1692 mit einer starken französischen Besatzung belegtwar. Bei deren eiligem Abzüge sprengten die Franzosen nureinige Vorthürme und Aussenwerke. Dürkheim mit 700Häusern und 2 Kirchen war eingeäschert, die schöne Emichs-burg, die Orte Heidesheim und Guntersblum und 28 lei-

») Sie hatte sich mit dem Burggrafen zu Dohna wiederverheirathet.

9 Alles Mauerwerk war nach der Sprengung von den steilen Felsen herab-geworfen worden, so dass diesewie mit Besemon gekehrt waren (Lehmann,U. G. S. 252).