Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
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Schlosses zu Dürkheim a. H. 1794 zu Grunde, doch befindetsich ein Inventar desselben in der Collection Lorraine derNationalbibliothek zu Paris, No. 7IT 1 ), und eine Abschrift hie-von im Archiv des Grafen K. E. zu Leiningen-Westerburg.

In den „Manuscrits du Depot de la guerre" befindet sichheute noch ein Plan der Belagerung mit den Geschützauf-stellungen nebst genauer Zeichnung der Burg Dagsburg, ausderen Thürmen, Mauern und Wachhäusern lebhaft gefeuertwird 2 ).

1681 erliess Ludwig XIV. den Befehl, dass die GrafschaftDagsburg unter die Aufsicht des obersten Raths im Elsass,somit zum französisch gewordenen Elsass gehöre; hierauf mussteGraf Friedrich Emich durch einen Bevollmächtigten vor demMetzer Parlament den Treueid leisten und wurde nunmehrvon König Ludwig XIV. mit der Landgrafschaft Leiningenbeliehen.

Um sich noch mehr einzumischen# erliess der französischeKönig 1683 eine sehr scharfe Ordonanz an die Grafen zu Lei-ningen-Westerburg, „weil sie sich diese Landgrafschaft zumNachtheile des sehr erlauchten („tres illustre") Hauses Leiningenangemasst hätten." Er besetzte daher das ganze LeiningenscheGebiet, unter dem Vorwande, es gegen das deutsche Reich inSchutz zu nehmen, belegte sogar das Schloss Hartenburg mitTruppen, und die Unterthanen mussten jährlich 225 Livresfür Thor- und Wachtgeld zahlen. Zu all diesem Elend mussteauch noch die Wittwe seines 1684 verstorbenen ältesten Sohnes,Emich XIII., Elisabeth Christine, geborne Pfalzgräfin, die sichbei der französischen Regierung beschwert hatte, dass sie dasihr Zustehende nicht richtig erhalte, mit 9500 Gulden abge-

') Kraus, Kunst u. Alterthum in Eis. Lothr, 1886. III. S. 79. etc.2 ) Colorirte Photographie im fürstl. Lein. Archiv u. im Archiv des GrafenK. E. zu Lein.-Westerburg.