Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
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wohl durch weltliche Gründe bewogen, um den schweren Druck,welchen die hohe Geistlichkeit ausübte^abzuschütteln) erscheintauch Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz. Unter ihm wardz. B. im Jahre 1574 die Abtei Limburg aufgehoben, die ihmso manchen Verdruss* bereitet hatte.

In Bezug auf eine reiche Erbschaft, auf welche man, undzwar mit Grund, gehofft hatte, sollte dem Hause Leiningeneine bittere Enttäuschung werden. Die Grafschaft Saarwerdenmit den Herrschaften Lahr und Mahlberg fiel, nach dem Er-löschen des Mannsstammes im Grafenhause Mörs-Saarwerden,im Jahre 1527 an eine Tochter Katharina, die mit dem GrafenLudwig von Nassau-Saarbrücken vermählt war. Da nun dieSöhne derselben nach einander ohne Leibeserben starben, eineTochter Katharina aber, die an Graf Emich IX. von Leiningenvermählt war und zu Gunsten ihrer Brüder, so lange noch derMannsstamm vorhanden sei, auf alles Erbe verzichtet hatte,zwei Söhne hinterliess, Johann Philipp I. und Emich X. (er-sterer der Stifter der Ilartenburger, letzterer der Stifter derFalkenburger Linie), so forderten diese im Jahre 1574, —(nachdem die Brüder ihrer Mutter kinderlos verstorbenwaren, als die einzigen noch übrigen Abkömmlinge desGeschlechts Mörs-Saarwerden und gestützt auf die durchihre Grossmutter Katharina der weiblichen Nachkommen-schaft zugesicherte Erbfolge) — die mörs-saarwerden-schen Herrschaften, welche aber die Grafen von Nassau-Weilburg, als Verwandte von Nassau-Saarbrüek, bereits inBesitz genommen hatten. Hieraus entsprang ein Prozess,welcher sich durch zwei Jahrhunderte schleppte. DerBischof von Metz hatte die von seinem Bisthum herrührendenLehen für erledigt gehalten und den Herzog von Lothringendamit belehnt, woraus zunächst ein Prozess zwischen diesemund den Grafen von Nassau-Weilburg entstand. Auf ihr Erb-recht sich stützend, strengten nun auch die Leiningen 1588