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1 (1890)
Entstehung
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über eine grosse Anzahl Kirchen, sodann 10 Fuder Wein vonDürkheim, Weinzehnten zu Meyenkammer, das Dorf Nussdorfmit Zubehör, Häuser in Armesheim, Setzlingen und Rauchspach,mit allen Rechten, die damit zusammenhingen. Späterhin, imJahre 1602, gestattet Herzog Carl von Lothringen dem GrafenEmich und seinen Vettern, im Schloss und Gebiet Aspremontdurch einen Vertreter, in Gemeinschaft mit einem Beamtendes Herzogs, die Einnahmen zu erheben und die Justiz auszu-üben, in Folge der am 2. Juli 1600 geschehenen Investiturmit einem Viertel der Herrschaft Aspremont, ausser demjenigenViertel, welches die Beliehenen daselbst schon vorher besassen,die also nun die Hälfte inne hatten.

Im Jahre 1597 präsentirte Emich XI. dem Rector undDekan der Universität Heidelberg den Ludwig Gerlach alsStipendiaten für das leiningensche Stipendium in Heidelberg 1 ).

Uebrigens hatte schon vor seinem Regierungsantritte dieKirchenreformation''') sich besonders in der Pfalz durch dieFürsorgefder Kurfürsten Otto Heinrich und Friedrich II immerweiter ausgebreitet. Hatte doch bereits Emich IX. die Absicht,die neue Lehre einzuführen, ward aber durch seinen frühenTod daran gehindert. Nun aber führte sie, für seinen Mündelund Neffen, Graf Emich X. ein, that jedoch in dieser Glaubens-sache den Unterthanen keinen Zwangfan, sondern überlies esdem Gewissen eines Jeden, ob er zu der neuen Lehre über-treten wolle oder nicht; diese fand aber so grossen fAnklang,

dass schon gegen 1574 sämmtliche Leininger Pfarreien mit 2 «evangelischen Pfarrern besetzt waren. Und von da an wurdein den ganzen Leininger Landen diese Confession die herr-schende . Als ein Hauptbeförderer der Reformation (zum Theil

') Hartenburg, 27. Juli 1597. Original im Archive des Grafen K. E. zuLeiningen - W esterburg.

~) 8. Lehmann, Gesch. des Hauses Leiningen, unter: Emich X.