Druckschrift 
1 (1890)
Entstehung
Seite
255
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Tochter des Markgrafen Rudolph V. von Baden zu Pforzheim),mit welcher er sich 1361 vermählte. Aus dieser Ehe stammtenzwei Söhne:

1. Johann (Hans), der Nachfolger seines Vaters, und 132

2. Friedrich, welcher 1397 als Domherr zu Cöln vor- 132bkommt 1 ).

Johann (Hans), 132

Graf Jofrieds ältester Sohn. Bei ihm bieten sich die Nach-richten über sein Leben und Thun etwas reichlicher dar. Erkommt bereits 1380 als selbstständiger Regent vor, in welchemJahre er mit Graf Emich VII. von Leiningen einen Burgfriedenfür Dagsburg schliesst 2 ).

Am 7. August 1402 verpflichtet er sich dem HerzogeLudwig von Orleans, ihm für ein Jahrgeld von 200 Francs 3 )gegen Alle zu dienen.

Vom Jahre 1410 datiert ein merkwürdiges Schriftstück,welches eine Art Verzeihung für Graf Johann enthält, der sichgegen Martini des genannten Jahres mit 100 oder 120 Leutenin die Stadt St. Urbain im Amtsbezirk Chaumont gelegt, denLeuten dos Königs ein Gefecht geliefert, mehrere Gefangenenach Deutschland mitgenommen und verschiedene Häuser inder Stadt, obgleich sie unter königlichem Schutze standen, inBrand gesteckt hatte 4 ).

Im Jahre 1414 verkauft er an Graf Philipp von Nassau-Saarbrüek in Gemeinschaft mit Graf Emich VI. von Leiningen

1 ) Schöepflin, Alsat. illustr. II. 618, in dem Lützelstein'schen Geschlechts-register.

2 ) Aus der im Archive des Grafen K. E. zu Leiningen-Westerburg befind-lichen Abschrift der Dagsburgcr Regesten der Pariser Nationalbibliothek.

;1 )Pro et mediante summa ducentorum franoorum annue pensionis." Ausdenselben Acten.

4 ) Das Aktenstück befindet sich unter den Dagsburger Regesten der PariserNationalbi'diothek; Abschrift im Archive des Grafen K. E. zu Lein.-Westerburg.