SSM
130 Gottfried (Jofried),
Graf von Leiningen-Rixingen, scheint, gleich seinem Vater, nichthäufig in die Oeffentlichkeit getreten zu sein, doch sind wenig-stens zwei grosse Fehden von ihm bekannt.
Die erste derselben führte er mit den Rittern Johannesdem Alten und dem Jungen von Deidesheim, welche in einerUrkunde von 1375 wegen der in Jofrieds Kerker erduldetenGefangenschaft der Rache entsagten und Urfehde gelobten 1 ).
Die zAveite Fehde bestand er, gleichfalls siegreich, mit denHerren von Greiffenstein, Avas aus einer Urkunde hervorgeht,in Avelcher 1379 Hessemann von Griffenstein sich gegen GrafGottfried von Leiningen-Rixingen verbindlich macht, dasjenige,Avas er in dessen Fehde mit seinen (Hessemanns) Vettern, denBrüdern Eberlin und Petermann von Greiffenstein erduldet,an dem Grafen Jofried nicht rächen zu Avollen, indem sie miteinander gesühnt seien 2 ).
Er starb 1380, was daraus zu schliessen ist, dass seinSohn in diesem Jahre schon selbstständige Regierungshand-lungen vornimmt.
131 Seine Gemahlin war Margaretha (Tochter des Mark-grafen Friedrich III. von Baden und der Margaretha, einer
') Dinstag nach Maria Geburt 1375. (Original, Pergament, deutsch, mitSiegel, im Archive des Grafen K. E. zu Leiningen-Westerburg).
-) Michaelistag 1379. Original auf Pergament, deutsch, mit £ beschädigtenund einem gut erhaltenen Siegel, in demselben Archive.