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1 (1890)
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und die Gefangenen nicht entliess, verfiel er abermals in dieIieichsacht. und hatte viel Elend zu erleiden, bis er endlichim Jahre 1525 wieder von der Acht losgesprochen wurde 1 ).

Um zu zeigen, wie schlecht es i hm während seiner Achtergehe, wusste er es, um Kaiser M i: zu rühren, so einzurichten,dass man ihn einmal sitzen sali, „wie er mit Fleiss seineHosen geflickt"; und wirklich förderte dies seine Angelegen-heit so, dass der Kaiser die Acht aufhob und ihm seine Be-sitzungen zurückgab 2 ).

Die natürliche Folge aller diesen Fehden, Kriegszüge,Bussen und Verluste war, dass die Grafschaft schweren Schadenlitt, und so beschlossen denn seine 5 Söhne im Jahre 1529:„Zur Aufrichtung der in merklichen Verfall gekommenenGrafschaft" solle nur der Aelteste unter ihnen sich vermählen,damit die Besitzungen nicht noch mehr zerstückelt würden;die Andern verpflichten sich, „nimmer heirathen zu wollen allelebenslang", ausgenommen, wenn die Ehe des Aeltesten kinder-los bliebe; dann müsste sich einer der Andern vermählen.

') Eine hübsob^Episnde befindet sich in Dr. 0. Waltz' flersheimer Chronik,zur Gesch. des 15. u. 16. Jahrhunderts (Leipzig 1874) pag. 60: „Als zu KaiserMathias Zeiten Eranz von Sickingen ein meil wegs nahe bei Insbruch war, zogenime über 30 pferdt von gräven und herrn, unnder denen horr Dietterich Spetliauch war, enntgogen, ritten also gehn Inspruckh ein. Da kamen anudere gravenund herrn zu ime in die Herberig, auch Graf Emich von Leiuingen, so dessmalsin Ungnaden der Pfalz war. Gleichbaldt schickht herr Niclaus Ziegler, den Franntzvor sein höchsten feind acht, ein lägel (Fass) voll Wittbacher, schenkht im den-selben mit erbietbung, wo er ime schmecket, mehr zu schicken. Dabey stundtGraf Emich von Loiningen und sagt: „Franntz, wilt Du von dem wein trinken,Du weisst wol, wie Dich herr Niclaus gemeint, ich treiinckho in nit, tue Du, wasDu wilt!" Also hiess im Franntz ein vergulte scheuer (Becher) bringen, Hess dievol Witbachers, bracht sie Graf Emichen. Der Graf Emich sagt: „Das thetteich nit!" also tranckh Franntz die scheur aus, dem thatt Graf Emich bescheidtund wardt dieser lagel Wittbacher in einer halben stundt ausgetrunckhen."

-) Zimmern'sche Chronik, litten Ver. Stuttgart, I. 345.