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demselben überwarf und sich auf seine lothringenschen Be-sitzungen zurückgezogen hatte, so war doch inzwischen vomKaiser Max die Reichsacht über Graf Emieh ausgesprochen 1 )und die Vollziehung derselben 1512 dem Pfalzgrafen Ludwig VI.aufgetragen, dem dafür im Voraus die leiningenschen GüterBöhl, Hassloch und Igelheim zugesichert wurden. In wiegrossem Ansehen" aber Graf Emich VIII. stand und wie be-deutend sein Einfluss und seine Macht war, ergiebt sich daraus",dass der Kaiser fast alle Reichsstände gegen ihn aufbotr Sofiel denn auch Alles über ihn her. Der Kurfürst von der Pfalznahm zuerst die eigentliche Grafschaft Leiningen, HerzogAlexander von Zweibrücken besetzte die Herrschaften Liridel-bronn und Falkenburg, der Bischof von Strassburg die Graf-schaft Dagsburg, der Graf von Nassau nahm Frankenstein, undHerzog Ulrich von Würtemberg die Burg Grevenstein. AlleHessen sich huldigen, zogen die Gefälle ein und es war somitder ganze leiningen'schen Besitz in fremden Händen; ja, esfielen sogar Graf Emichs Kinder in die Gewalt des Pfalzgrafen;das Einzige, was gerettet ward, war die leiningensche Haupt-feste Hartenburg. Auch sie war indess bereits von Seiten derPfälzer belagert; doch wurde sie durch Frauenlist gerettet; dieedle Gemahlin Emichs, Agnes von Eppstein erbat sich, zurUebergabe aufgefordert, eine Frist, von einigen Tagen; sie
und die beiden Grafen zu Lyniugen (Emieh VIII. und Ho.sso), nebst zwei Andern.8000 oder 9000 Fussknechte für den König von Frankreich aufbringen, um in dieBretagne und Picardie zu ziehen und „sullent die musteren ufi mittwoch nestkonmient zu Chaulmont in Bässigney."
') Der Achtbrief des Kaisers Max gegen Graf Emich wegen verbotenerKriegsdienste in Frankreich erschien 1512 gedruckt in Cöln. Das Mandat desKaisers vom 11. Sept. 1512 zu Cöln befindet sich im Münchener Staatsarchiv;ein geschriebenes Exemplar und zwei andere, gedruckt am 10. und 11. Sept., allemit Siegeln, werden im Archive des Grafen K. E. zu Leiningen-Westerburgaufbewahrt.