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nachher Ansprüche auf die Wormser Lehen erhob (namentlichdie Hälfte der Burg und Stadt Neuleiningen), doch gelang esihm nicht, in den Wiederbesitz derselben zu kommen 1 ). Da-gegen gelangte ein anderer Theil der Familiengüter wieder inseine Hand, indem sein Bruder Siegbot (oder Sigmund) 1507 2 )die bei der Theilung ihm zugewiesenen ererbten Güter feierlichgegen eine jährliche Rente und dem Sitz in Dürkheim an-Emich gab.
Die beim Brande der Limburg eingeäscherte dortige Fa-miliengruft ward 1508 in die Dürkheimer Pfarrkirche (heutigeJohannis- oder Schlosskirche) verlegt, wohin die Heberreste derAhnen verbracht nnd woselbst die nächsten Glieder der Har-tenburger Linie beigesetzt wurden.
Nachdem Graf Emich 1509 vom neuen Kurfürsten Ludwigmit den pfälzischen Lehen beliehen war, schloss er auf SanctMichael mit den Unterthanen aus 22 leiningenschen Dörfern,welche der Residenz Hartenburg sämmtlich Hand- und Spann-fronen leisten und die Wachen daselbst mit versehen mussten,auf zwei Jahre einen Vertrag, wonach jene, statt der lästigenFronen, jährlich eine bestimmte Summe zahlen wollten.
Auch mit Mainz kam er in Ordnung; der dortige Erz-bischof erklärte ausdrücklich, dass er an Leiningen keine An-sprüche mehr habe, und hätte sich der Graf nun ruhig derAufbesserung und Pflege seiner Besitzungen widmen und ohneSorge leben können, aber auch jetzt liess sein kriegerischerSinn ihn keine Ruhe finden. Als Kaiser Max I. dem KönigeLudwig XII. von Frankreich den Krieg erklärt hatte, hielt sichGraf Emich zu letzterm 3 ), und wenn er sich auch bald mit
1 ) Spier, vff s. Peterstag ad vincula.
2 ) Dornckheim ahm Mittwoch nach d. Sonntag Oculi.
•') Nach einem Briefe der Kiiegsverordneten zu Metz an den Stadtrath zuStrassburg über die Anwerbung laufender Knechte in Lothringen (d. d. 15. Juli1512) sollten die beiden Grafen von Thierstein (Solothurn) Heinrich und Oswald,