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Er ward von Graf Emichs Söldnern im Kloster Soebach beiDürkheim a. d. H. am Trinitatisfeste 1506 um 11 Uhr frühnebst seinen Begleitern gefangen genommen, jedoch am Abendedesselben Tages wieder freigelassen 1 ).
Uebrigens schien nun doch die Rachlust des Grafen Emichallmälig ihren Höhepunkt überschritten zu haben und im Ab-nehmen begriffen zu sein, zumal da sich die Folgen seinesVerhaltens fühlbar zu machen begannen. Die Abtei Limburgverlangte Entschädigung (die Verhandlungen zogen sich 8 Jahrelang hin 2 ); dagegen kam schon am 13. März (vf Freytag nachReminiscere) 1506, durch Schiedsspruch eine Art Vergleichmit der Pfalz zu Stande, worin der Pfalzgraf sich verpflichtete,dem Grafen Emich die ihm abgenommenen 5 Dörfer Bechtheim,Mettenheim, Guntersblum, Ilversheim und. Dolgesheim zurück-zugeben 3 ) (vf Montag nach vincula Petri). Bald nachher gabder Pfalzgraf auch alles dasjenige zurück, was er von denleiningenschen Gütern sonst noch in Besitz genommen undbehalten hatte 4 ), und in demselben Jahre ward Graf Emichendlich auch mit den lange erstrebten pfälzischen Lehen,zumal mit der Grafschaft Leiningen (mit Ausnahme der Hesso'-schen Mannslehen) feierlich belehnt, und zwar als der Aeltestezugleich mit für seine Brüder 5 ).
Er hatte nun erreicht, was er erstrebt hatte, und hättezufrieden sein können, aber sein unruhiger Geist liess ihn nichtdazu kommen, das Errungene in Frieden zu geniessen, sonderntrieb ihn in neue Wirren. Das Erste war, dass er schon gleich
') Bs erhellt dies aus einem vom 18. Juni 1506 datierten, an den Mark-grafen gerichteten Briefe.
z ) Trithem. Ohron. Hirsaug. H. 628 und 629; . Biinig, Spicil. Saec. I. 415.
3 ) Lünig, Reichsarch. XXII. 415.
4 ) Wuermbs, Sambstags nach Judiea 1506.
5 ) Heidelberg, uff Montag nach Vincula Petri 1506. Original im MünchenerStaatsarchiv.