lieit die Bibliothek und andere Werthstücke nach Speyergebracht wurden. Am 29. Aug. 1504, Nachts 11 Uhr wurdendie 400 Mann abberufen, worauf sich die Mönche entschlossen,ebenfalls abzuziehen; bei Tagesanbruch verhessen sie ihr herr-liches Heim und zogen zu ihrem kranken Abte nach Speyer.Kürze Zeit darauf erstiegen die Besatzung der Hartenburg undDürkheimer Bauern die Limburg, plünderten Ahes aus, undzum Schlüsse warfen die rohen Knechte Feuer in die Gebäude,das 12 Tage lang in's Land leuchtete und Alles in Ruinen ver-wandelte. Die 1505 vom Abt Machar vorgebrachte Beschwerdehatte keinen Erfolg, da Graf Emich sowohl nachwies, dass erkeinen Befehl zur Zerstörung des Klosters gegeben habe,als auch, dass dies ohne sein Wissen und Willen geschehensei, da er um diese Zeit in Grevenstein krank darniedergelegenhabe. Jedoch fügte er hinzu, man könne die Brandstifterimmerhin entschuldigen, da, sie kein Gotteshaus, sondern eineRäuberhöhle) zerstört hätten, indem die Mönche die grösstenAusschweifungen und. Schändlichkeiten begangen hätten 1 ).
Eine hierhergehörende Geschichte erzählt die Zimmern'scheChronik (I. 346): „Er kam ainsmals geen Speir in ain banket.Man sagt under and er m, wie er (Graf Emich VIII.) noch aingueter altgleubiger und ain caÄolicus were, so war aber deralt Adam von Gerstein zugegen, war ain wunderbarlicherfatzmann und seiner freien reden nit unmilt, der sprucht: Jaer ist noch altgleubig, aber ain closter darf er an Himelhenken. Der graf erschraek darob, und fiengen die anderngest andere materias uf die pan zu pringen."
Auch der bekannte Abt Tritheim (Trithemius), der sichzu Gunsten Limburgs bei dem Kaiser verwandt hatte, machteauf der Rückreise von diesem Bekanntschaft mit dem Leininger.
l ) Joh. Trith. Ghrön. Hirs. II. 628 lind 629. Jahr. 1505,