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worden war 1 , fanden sich sofort zur Vollziehung der Achtbereit. Trotz der Bitten und Versprechungen von pfälzischerSeite nahm auch Graf Emich VIII. hieran Theil und schickteam 28. Juni 1504 an den Kurfürsten Philipp einen förmlichenAbsage- und Fehdebrief 1 ). Der Kurfürst hatte früher Kallstadt,Ungstein, Pfeffingen, Hassloch, Böhl, Ugelnheim, Gudenbergmit allem Zubehör innebehalten und Graf Emich erhieltwährend der ganzen elf Jahre, die er ihm diente, trotz allerMahnungen dieselben nicht zurück. Nun aber sandte er demKurfürsten jenen ausführlichen, drohenden Absagebrief 2 ), derdem Letztern am 2. Juli (Mariä Heimsuchung) in Heidelbergübergeben wurde. Emich zählt darin alle seinem Hause zuge-fügten Nachtheile auf und setzt hinzu, er sei des elf Jahrelangen vergeblichen Wartens überdrüssig geworden.
Zugleich sagte er 1504 dem Abte von Limburg seineLehnspflicht auf 3 ) und sehloss sich dem Landgrafen von Hessenan, sandte auch der Stadt Nürnberg an 70 wohlgerüstete Reiterzu Hülfe. Der Landgraf Wilhelm verheerte das pfälzischeGebiet und die Bergstrasse 4 ), und auch Emichs VIII. Zugliess rauchende Trümmer hinter sich, sodass ihm damals derunrühmliche Titel eines „Brandmeisters" beigelegt wurde 5 ).
In diese Zeit fällt auch die durch Graf Emichs Söldnerbewirkte Zerstörung der schönen Abtei Limburg bei Dürkheima. d. IL, deren Abte der Graf die Fehde vorher angekündigthatte. Kurfürst Philipp hatte in die Abtei eine Besatzung von400 Mann zu deren Schutze gelegt, während deren Anwpsen-
') Hone, Zeitschrift für Gesch. des Oberrheins XXVL p. 137 bis '264,unter den „Vorbereitungen zum Bayrischen Erbfolgekriege."
2 ) Der interessante Brief ist in der „Zeitschrift für Oberrhein" (s. d. vorigeNote) vollständig abgedruckt.
3 ) Datum vnder vnserm vffgedruckten Secret Dinstags nach Kilian, 1504.
0 Trithem. Chron. Hirsaug. II. 613.
ä ) Bernh. Hertzog, Chron. Alsat. IL 163.