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vor die stark befestigte Stadt Dürkheim 1 ), — nebst der Har-tenburg die gewöhnliche Residenz der Leininger Grafen —in welcher Emich VII., Diether und Philipp sich mit einer an-sehnlichen Besatzung befanden. Nach heftigen Kämpfen sahendie letztern sich genötliigt, um einen Waffenstillstand einzu-kommen' 2 ), und so ward eine Vereinbarung getroffen, dass dieLeininger nie wieder gegen die Pfalz kriegen w.ollten, Dürk-heim solle dem Kurfürsten übergeben, die Einwohner abersollten geschont und die Brandschatzung nicht wirklich ge-schehen, sondern abgekauft werden, weil das Witthum derGemahlin Emichs auf diese Stadt verschrieben war. Dieübrigen Eroberungen Friedrichs sollten, bis auf einige Stücke,den Leiningen zurückgegeben werden, dagegen behielt derKurfürst sämmtliche Waffen und Geschütze; die Festungs-werke Dürkheims aber wurden gänzlich zerstört 8 ). So warnun dieser Streit zwar beendigt, aber auf eine für Leiningenhöchst nachtheilige Weise. Ausserdem, dass verschiedeneOrtschaften gänzlich verheert waren, wie dass Schloss Busses-heim, Schloss Erffenstein, Gross- und Klein-Bockenheim etc.,kam auch die Hälfte der von Hesso nachgelassenen Besitzungen
') Die Speyersche Chronik, 503, nennt den 17. August, M. v. Kemnat inseiner Chronik den 18. August.
2 ) Monum. Germ. hist. X. in den Annal. Ellwang, p. 50: „1470. Hoc anno
orta est magna discordia inter illustres principes comites palatinos et duees Ba-
wariae Eridericum Heidelbergensem parte ex una, neo non Ludowic. Eeldensem
adhaerentibus cumitibus de Lyningen parte ex altera, qui torras suas, eivitates et
castra armata manu ex utraque parte magnis damnis devastarunt. qnae quidem
discordia duravit ultra biennium, demum eoncordati sunt per se ipsos instiganteeos maximo damno perpesso suis in militibus, intra et extra oppidam Türkheim,quam (sie!) praefatus palatinus obsedit pro tunc."
Kremer, Gesch. Kurfürst Friedrichs I. T. I. p. 401 bis 466, wo dieserKrieg ausführlieh erzählt ist; ferner: Lehmann, Chron. Spir. p, 886; Trithem.Chron. Hirsaug. n. 474; Lehmann, Gemälde ans der Pfalz, II. 37 bis 40.